Bundeswehr: SPD will Ausbildung Minderjähriger an Waffen stoppen
Düsseldorf (epd). Die SPD-Bundestagsfraktion plant einen Vorstoß, um in der Bundeswehr die Ausbildung Minderjähriger an Waffen zu unterbinden. Für Jugendliche unter 18 Jahren solle ein Sonderstatus geschaffen werden, der eine zivile Beschäftigung in der Bundeswehrverwaltung mit einem speziellen Ausbildungskonzept vorsieht, berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Dienstag). Über einen entsprechenden Vorschlag wolle die Fraktion am Dienstag in Berlin entscheiden.
Demnach wollen es die Sozialdemokraten zur Bedingung für die Rekrutierung Minderjähriger machen, dass es keine Ausbildung und keinen Dienst an der Waffe vor dem Erreichen der Volljährigkeit geben darf. Die Zahl der unter 18-Jährigen in der Truppe steigt dem Zeitungsbericht zufolge seit Jahren. Als die Wehrpflicht 2011 ausgesetzt wurde, habe die Bundeswehr 689 Minderjährige gezählt, im Mai 2017 schon 1.907.