Bremer Friedenspreis für engagiertes Ehepaar

Bremen (epd). Libuse Cerna und Tilman Rothermel haben am Samstag den mit 5.000 Euro dotierten Kultur- und Friedenspreis der Bremer Villa Ichon erhalten. Das Ehepaar habe in den vergangenen Jahrzehnten die soziale und kulturelle Entwicklung in Bremen maßgeblich geprägt, begründete die Jury ihre Entscheidung. Die Eheleute hätten dazu beigetragen, die Völkerverständigung durch internationalen Austausch zu fördern und dafür gemeinsam zahlreiche nationale und internationale Projekte entwickelt und geprägt.

Beispielhaft für das Engagement der Tschechin und des Schwaben nannte die Jury unter anderem den Bremer "Kunstfrühling", das "globale"-Festival für grenzüberschreitende Literatur und die Agentur "pro-tisk" für den kulturellen Austausch vor allem mit Tschechien. Seit 2007 veranstalten sie zudem kontinuierlich Kulturprojekte zur Integration, unter anderem in der von beiden mitbegründeten "Galerie am Schwarzen Meer".

Die Auszeichnung wird seit 1983 jährlich von den Freunden und Förderern der Villa Ichon verliehen. Im vergangenen Jahr ging der Preis an den Strafverteidiger Bernhard Docke, der sich unter anderem für die Befreiung des Bremers Murat Kurnaz aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba eingesetzt hat.