Maria Schiffels ist neue sächsische Friedensbeauftragte

Die Theologin Maria Schiffels (43) aus Leipzig wird den Dienst als neue Beauftragte für Friedens- und Versöhnungsarbeit in der sächsischen Landeskirche zum 1. Juni 2024 aufnehmen. Sie ist Nachfolgerin von Michael Zimmermann, der zuvor in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ihren zukünftigen Dienst wird sie in der Arbeitsstelle für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Leipzig ausüben.

Ihre neue Tätigkeit sehe sie in der Tradition des Konziliaren Prozesses und sie möchte als Beauftragte für Friedens- und Versöhnungsarbeit dazu beitragen, „dass wir als Kirche den Frieden im Blick behalten“, so Schiffels. Dies geschehe im gemeinsamen Ringen um friedensethische Themen oder in der Beratung zur Kriegsdienstverweigerung, in der Arbeit mit jungen oder älteren Menschen, im theologischen Gespräch oder im Gebet. Sie sei gespannt auf die aktuellen Diskurse und Bedarfe in der sächsischen Landeskirche und freue sich auf die neue Tätigkeit.

Die Beauftragte wird in der Leipziger Arbeitsstelle vornehmlich friedenstheologische und friedensethische Themen bearbeiten, Meinungsbildungsprozesse in der Landeskirche unterstützen und Friedensarbeit an Bildungsorten der Landeskirche präsentieren. Sie unterhält und vertieft Kontakte in der Landeskirche zur Kirchenbezirksebene und Gemeindebasis, indem sie Hilfestellung mit Materialien anbietet und die Friedensarbeit in Netzwerken vertritt. Dabei geht es um Flüchtlingsarbeit, interreligiöse Diskurse sowie um Kooperationen mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren.

Maria Schiffels war in den letzten vier Jahren als wissenschaftliche Koordinatorin für die Entwicklung des Masterstudiengangs „Civic Education. Demokratiearbeit in der digitalisierten Gesellschaft“ an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena tätig. Ihr Arbeitsplatz war am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) in Jena beim Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ).

Geboren wurde sie 1981 in München, wuchs aber im niedersächsischen Osnabrück auf. Nach dem Abitur studierte sie ab 2001 Evangelische Theologie an den Universitäten Hamburg und Leipzig. Während ihrer Studienzeit war sie 2005 im mittelamerikanischen Costa Rica als Grundschullehrerin für ökumenische Religion tätig. Sie absolvierte ihr Vikariat (Vorbereitungsdienst) in einer evangelisch-reformierten Gemeinde in Lübeck und im Seminar für pastorale Aus- und Fortbildung in Wuppertal und schloss ihre Studium 2011 mit dem Zweiten Theologischen Examen ab.

Kurz danach wurde Maria Schiffels Referentin der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) / VfF in Bonn, bevor sie 2012 die Geschäftsführung des Vereins für Friedensarbeit im Raum der EKD und der EAK übernahm sowie in der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD mitarbeitete. Nach einer knapp vierjährigen Elternzeit übernahm sie eine Dekanatsassistenz am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und war dann seit 2020 am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt mit der wissenschaftlichen Koordinierung für einen neuen Masterstudiengang befasst.

Maria Schiffels ist verheiratet und hat zwei Kinder.