Friedenskongress „Böse von Jugend auf“ – Realismus in der Friedensfrage?

Die neue Friedensdenkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die im November vorgestellt wurde, wird kontrovers diskutiert. Von vielen in und auch außerhalb der Kirche wird dabei der Realismus der neuen Denkschrift gelobt, ohne dass wirklich die Frage, was eigentlich Realismus sei, gestellt wird. Dieser Frage will ein Friedenskongress „Böse von Jugend auf“ – Realismus in der Friedensfrage vom 4. bis 6. März in der Woltersburger Mühle nachgehen.

Bei diesem Friedenskongress, eine Kooperation der Woltersburger Mühle mit der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD, geht es um Realismus und Anthropologie, und um das merkwürdige Phänomen, dass die biblische Literatur trotz ihrer Wahrnehmung von Unrecht und Bosheit Hoffnung in die Menschen setzt.

Die Tagung beginnt am Mittwoch, 4. März, um 19.30 Uhr mit einem Vortrag der ehemaligen Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie-Katastrophenhilfe, Professor Dr. Cornelia Füllkrug-Weitzel, zum Thema „Zeitansage – globale Perspektiven“. 

Der Donnerstag, 5. März, beginnt um 9.30 Uhr mit einer Bibelarbeit „Böse von Jugend auf“ mit Professor Dr. Klara Butting von der Woltersburger Mühle. Für 11 Uhr ist Dr. Maximilian Schell von der Ruhr-Universität Bochum, der zu den Autoren der EKD-Friedensdenkschrift gehört, angefragt. Er soll Intention und die Grenzen der Denkschrift vorstellen, bevor es in Arbeitsgruppen geht.

Um 15 Uhr hält der EKD-Friedensbeauftragte, Landesbischof Friedrich Kramer, einen Vortrag zum Thema „Eine Zwei-Reiche-Lehre im Kontext der UN-Charta“, danach sind weitere Arbeitsgruppen vorgesehen. Nach dem Abendessen gibt es einen Kaminabend mit dem derzeitigen EKD-Friedensbeauftragten Landesbischof Friedrich Kramer und seinem Vorgänger Renke Brahms zu Rezeption und Wirkung der neuen EKD-Friedensdenkschrift.

Der Freitag, 6. März, startet um 9.30 Uhr mit einem Vortrag des früheren EKD-Friedensbeauftragten Renke Brahms zum Thema „Ohne Visionen verkommt ein Volk“, den Abschluss des Friedenskongresses bildet dann um 11 Uhr ein Podiumsgespräch mit Cornelia Füllkrug-Weitzel, Renke Brahms, Friedrich Kramer und Klara Butting. Der Friedenskongress endet um 12.30 Uhr.

Weitere Informationen zu diesem Kongress gibt es auf der Homepage der Woltersburger Mühle (www.woltersburger-muehle.de).