EKD-Friedensbeauftragter begrüßt und unterstützt Ukraine-Friedenskonferenz

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, hat die anstehende Friedenskonferenz für die Ukraine, zu der die Schweiz auf den Bürgenstock am Vierwaldstättersee eingeladen hat, nachdrücklich begrüßt und spricht sich dafür aus, jeden Schritt und jede diplomatische Initiative zu unterstützen. „Alles, was dazu beitragen kann, dass dieser schreckliche Krieg beendet wird, braucht unsere Unterstützung und ist wichtig und gut“, so der EKD-Friedensbeauftragte. 

Diese Konferenz soll laut Schweiz einen künftigen Friedensprozess anregen, sie soll eine Plattform für den Dialog über Wege zu einem gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine auf der Grundlage des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen sein, auf der ein gemeinsames Verständnis für einen möglichen Rahmen zur Erreichung dieses Zieles entwickelt und ein gemeinsamer Fahrplan für die Einbindung beider Kriegsparteien in den künftigen Friedensprozess festgelegt werden soll.

„Es ist klar, dass dies keine Konferenz ist, wo die Kriegsgegner miteinander verhandeln, aber es ist eine Möglichkeit, Wege aus dem Krieg zu finden. Und das ist dringend nötig“, betont der EKD-Friedensbeauftragte, der bedauert, dass wichtige Akteure wie China nicht an dieser Konferenz teilnehmen. „Es wäre gut, wenn Staaten, die zu einem Frieden in der Ukraine beitragen können, auch in der Schweiz mit dabei wären. Und da spielt China eine sehr wichtige Rolle“, ist Landesbischof Friedrich Kramer überzeugt.

Nach Ansicht des EKD-Friedensbeauftragten ist es unbedingt wichtig, dass wir in Deutschland und in der Welt das unsäglich schwere Leid der Zivilbevölkerung in der Ukraine nicht aus dem Blick verlieren und jeder Gewöhnung an dieses Unrecht widerstehen. „Es sind die Frauen und Kinder, es sind die Alten und Kranken, die unter den Folgen des Krieges unsagbar leiden. Sie brauchen unsere Hilfe und dürfen nicht vergessen werden“, macht Landesbischof Friedrich Kramer deutlich. Viele Kinder würden ohne Eltern und ohne zuhause aufwachsen, Frauen hätten ihre Männer oder Söhne an der Front verloren oder würden täglich um sie bangen, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen seien oft Ziele von russischen Angriffen. „Hier sind wir weiterhin zur Hilfe aufgerufen, wir dürfen unsere Augen nicht vor dem Leid der Zivilbevölkerung verschließen“, macht der EKD-Friedensbeauftragte deutlich. Darum hofft Landesbischof Friedrich Kramer, dass die Friedenskonferenz in der Schweiz erfolgreich neue Schritte auf dem Weg des Friedens ermöglicht. 

Landesbischof Kramer ruft alle Christen dazu auf, für die Konferenz und den Frieden in der Ukraine zu beten und darin nicht nachzulassen.