New York/Genf (epd). Nach jahrelanger Blockade hat der UN-Sicherheitsrat erstmals eine Resolution zur politischen Lösung des Konflikts in Syrien verabschiedet. Das Gremium beauftragte am Freitagabend (Ortszeit) in New York einstimmig den UN-Generalsekretär, eine Schlüsselrolle in einem Friedensprozess zu spielen.
Heidelberg (epd). Die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) lehnt den Bundeswehreinsatz in Syrien ab. Er sei ethisch fragwürdig, völkerrechtlich umstritten und politisch unvernünftig, heißt es in einer am Donnerstag in Heidelberg veröffentlichten Stellungnahme.
Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat sich dafür ausgesprochen, den Syrien-Einsatz der Bundeswehr anhand des Friedenszieles ständig zu überprüfen. Solange eine strategische Gesamtperspektive für einen dauerhaften Frieden fehle, sehe er den Einsatz der Bundeswehr in Syrien "mit sehr gemischten Gefühlen", schreibt Rink in einem Positionspapier.
Die beiden großen Kirchen fordern einen Stopp aller deutschen Waffenlieferungen und Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. In dem Land herrsche nicht nur eine katastrophale Menschenrechtslage, heißt es in dem am Donnerstag vorgestellten Rüstungsexportbericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE). Saudische Truppen seien zudem in Kampfhandlungen im Jemen verstrickt.
Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms fordert mehr Mittel für zivile Konfliktbearbeitung und Krisenprävention. Zwar seien die Gelder in diesem Bereich aufgestockt worden, sagte der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und leitende Bremer Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Osnabrück/Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat den Export deutscher Waffen nach Saudi-Arabien scharf kritisiert. Damit würden Waffen in ein Land ausgeführt, "das den Terrorismus unterstützt", sagte der evangelische Theologe in einem vorab veröffentlichten Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe).
Bonn (epd). Für Kriegsdienstverweigerer war 2015 nach Einschätzung von Friedensaktivisten kein gutes Jahr. In mehreren europäischen Ländern würden sie diskriminiert und das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung missachtet, kritisierte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) am Freitag in Bonn.
Genf (epd). Der Lutherische Weltbund hat die internationalen Luftangriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien kritisiert. Es bestehe das Risiko, dass die massiven und unverhältnismäßigen Angriffe den Extremismus sogar stärken könnten, warnte der LWB in Genf anlässlich des Tages der Menschenrechte am Donnerstag.
Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) vermisst für den Einsatz in Syrien eine völkerrechtliche Grundlage. "Die EKD beurteilt den Bundeswehreinsatz auf Grundlage der Friedensdenkschrift 2007 skeptisch", sagte ein EKD-Sprecher am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Genf (epd). In dem Konflikt in der Ost-Ukraine zwischen prorussischen Rebellen und Regierungstruppen sind nach UN-Angaben seit April 2014 rund 9.100 Menschen gestorben. Zudem hätten mehr als 20.700 Menschen Verletzungen erlitten, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Mittwoch in Genf in seinem zwölften Report über die Gewalt in dem osteuropäischen Land mit.