Frankfurt a.M./Khartum (epd). Im Sudan herrscht nach dem Militärputsch weiter Unklarheit über die Pläne der neuen Machthaber. Der gestürzte Ex-Präsident Omar al-Baschir ist Medienberichten zufolge am Mittwoch in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden. An der Spitze des militärischen Übergangsrats wurden unterdessen mehrere Funktionäre ausgetauscht.
Genf (epd). Bei den schweren Kämpfen rund um die libysche Hauptstadt Tripolis werden nach Angaben der Vereinten Nationen immer mehr Menschen getötet und verletzt. Es seien bereits 174 Tote zu beklagen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mit. Unter den Toten seien 14 Zivilisten. Den Angaben nach wurden 756 Menschen verletzt.
Frankfurt a.M./Büchel (epd). Mit Demonstrationen, Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen will die Friedensbewegung auch in diesem Jahr zu Ostern ihre Themen in die Öffentlichkeit bringen. Nach Angaben des in Bonn ansässigen Netzwerks Friedenskooperative sind bundesweit rund 90 Ostermärsche geplant. Dies sei ein leichter Zuwachs an Veranstaltungen gegenüber dem Vorjahr.
Bad Herrenalb/Freiburg (epd). Die Errichtung eines Friedensinstituts hat die badische Landessynode am Freitagabend beschlossen. Das Institut solle der Evangelische Landeskirche in Baden helfen eine "Kirche des gerechten Friedens " zu werden, entschied die in Bad Herrenalb (Kreis Calw) tagende Synode.
Genf/New York (epd). Unter Leitung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat der Weltsicherheitsrat über eine stärkere Beteiligung von Frauen an UN-Friedensmissionen debattiert. Von der Leyen lud am Donnerstag in New York die truppenstellenden Staaten ein, neue Strategien für einen vermehrten Einsatz der Frauen bei der internationalen Friedenssicherung zu erarbeiten.
Frankfurt a.M./Khartum (epd). Im Sudan herrscht ein Tag nach dem Militärputsch weiter Unsicherheit. Die Organisatoren der bisherigen Proteste riefen zu weiteren Demonstrationen auf. Ein Sprecher der Militärjunta erklärte derweil am Freitag, der militärische Übergangsrat werde so lange an der Macht bleiben, bis sich eine Regierung gebildet habe.
Berlin (epd). FDP, Linke und Grüne im Bundestag fordern mehr ziviles Engagement in Mali. Bei der Debatte über eine Verlängerung des Bundeswehrmandats für das westafrikanische Land warnte der FDP-Abgeordnete Bijan Djir-Sarai am Donnerstag in Berlin, dass radikal-islamische Gruppen sich breitmachten und häufig auch Zustimmung fänden.
Genf/Khartum (epd). Der Abtritt von Sudans verhasstem Herrscher Omar al-Baschir hatte schon vor Sonnenaufgang die Runde gemacht. Mit Sprechchören feierten Zehntausende, die seit Samstag vor dem Armee-Hauptquartier in Khartum ausgeharrt hatten, ihren vermeintlichen Sieg. Andere stimmten mit Fahnen, Sprechchören und Autokorsos ein.
Düsseldorf (epd). Mit Demonstrationen, Mahnwachen, Blockaden und Festen wollen Friedensaktivisten bei den diesjährigen Ostermärschen auch in Nordrhein-Westfalen wieder für eine friedliche Welt auf die Straße gehen. Von Karfreitag am 19. April an bis zum Ostermontag, 22. April, gibt es Aktionen unter anderem in Bonn, Hagen, Dortmund, Siegen, Gütersloh und Bielefeld.
Köln (epd). Der Zentralrat der Muslime hat angesichts der geplanten Einführung von jüdischen Seelsorgern bei der Bundeswehr auch muslimische Geistliche für die Soldaten gefordert. "Tausende muslimische Soldaten verteidigen jeden Tag unser Land, wir sind es ihnen schuldig, nun eine Lösung zu schaffen", erklärte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, am Montag in Köln.