Wieder Mahnveranstaltungen am Hiroshima-Gedenktag
Nürnberg (epd). Auch in diesem Jahr gehen wieder an den Gedenktagen für die Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki kirchliche Gruppen in Nürnberg auf die Straße. Sie warnen auch vor Atomwaffentest, teilte das Partnerschaftswerk der evangelischen Kirche Mission EineWelt am Montag mit. Unter der Überschrift "Atomwaffenfrei jetzt" treffen sich am Samstag (5. August) um 21.30 Uhr Menschen auf der Museumsbrücke, um mit einem Kerzenmeer, Lesungen und Live-Musik zu demonstrieren.
Nach jahrzehntelangen Verhandlungen liege nun erstmals ein völkerrechtlich verbindlicher Verbotsvertrag von Nuklearwaffen zur Unterschrift vor, erklärte Julia Ratzmann von der Pazifik-Informationsstelle von Mission EineWelt. Das Abkommen könnte am 20. September zur Unterschrift freigegeben werden. Notwendig seien 50 Ratifizierungen, damit der Vertrag Anfang 2018 in Kraft treten könne, sagte Ratzmann.
Eine Gedenkstunde an die Opfer des Atombomben-Abwurfs findet am Sonntag (6. August) auch in Fürth statt. Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) und Vertreter der Kirchen kommen im Stadtpark zum Mahnmal, das der Fürther Künstler Kunihiko Kato für die Opfer geschaffen hat, teilte die Stadt mit.
1945 kamen beim Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki 70.000 Menschen um. In den darauffolgenden vier Monaten starben an den Folgen 130.000 weitere.