Wechsel an Spitze der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Frankfurt a.M. (epd). Der Frankfurter Politikwissenschaftler Harald Müller tritt aus gesundheitlichen Gründen von der Spitze der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) zurück. Am 1. Oktober werde sein Stellvertreter, der Darmstädter Politikwissenschaftler Klaus Dieter Wolf, vorbehaltlich der Zustimmung des Stiftungsrats am 30. September das Amt des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds übernehmen, sagte die HSFK-Pressesprecherin Aline Stang am Montag in Frankfurt am Main dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die HSFK ist nach eigenen Angaben mit fast 100 Beschäftigten das größte Friedensforschungsinstitut in Deutschland.
Müller wird den Angaben zufolge noch ein Jahr bei der HSFK als einfaches Vorstandsmitglied und Leiter des Programmbereichs "Sicherheits- und Weltordnungspolitik von Staaten" arbeiten, bis er am 30. September 2016 in den Ruhestand tritt. Müller ist seit 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter der HSFK, 1995 wurde er Vorstandsmitglied und übernahm 1996 die Geschäftsführung. 1999 wurde er zum Professor für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität ernannt, daneben hat er in zahlreichen nationalen und internationalen Kommissionen mitgearbeitet. 2013 erhielt Müller mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille die höchste Auszeichnung des Landes Hessen.
Die HSFK wurde 1970 als selbstständige Stiftung öffentlichen Rechts durch die hessische Landesregierung gegründet. Seit 2009 ist sie Mitglied der wissenschaftlichen Leibniz-Gemeinschaft, unter anderem ist die HSFK Partner der Goethe-Universität im Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Das aktuelle Forschungsprogramm "Just Peace Governance" untersucht nach Stangs Angaben den Zusammenhang von Gerechtigkeitskonflikten und Frieden weltweit.