Unicef will Bildungsangebote in Krisenländern ausbauen

Berlin (epd). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef will seinen Einsatz für Bildungsprogramme in Krisenregionen verstärken. "Bildung und psychosoziale Hilfe sind kein Luxus, sie sind für die Entwicklung eines Kindes genauso lebenswichtig wie ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Wasser", sagte Unicef-Schirmherrin Daniela Schadt am Dienstag in Berlin beim traditionellen Neujahrsgespräch im Schloss Bellevue. Das Hilfswerk werde deshalb in diesem Jahr rund ein Viertel seiner Nothilfegelder für Bildung und psychosoziale Hilfen einsetzen, betonte die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck.

Mit dem Geld sollen laut Unicef rund 8,2 Millionen Jungen und Mädchen in die Schule gebracht werden - rund fünf Millionen davon in Syrien und in den Nachbarländern. Schadt mahnte zudem, andere Krisen in der Welt nicht zu vergessen, etwa in Afrika oder in der Ukraine. Nach Angaben des Hilfswerks sind die Hälfte der weltweit Vertriebenen und Flüchtlinge Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. 

Schadt betonte, es müsse verhindert werden, dass eine verlorene Generation heranwachse. Ziel sollte es sein, Kindern durch Bildung eine Perspektive zu bieten und ihnen mit psychosozialen Angeboten zu helfen, mit ihren traumatischen Erlebnissen besser umgehen zu können.