Trauerfeier für gefallene jüdische Soldaten des Ersten Weltkriegs
München (epd). An die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten erinnert die Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern am Volkstrauertag (13. November) mit einer Trauerfeier und Kranzniederlegung auf dem Neuen Israelitischen Friedhof. Das Gedenken an diese jüdischen Soldaten sei ein "wichtiges Ritual", betonte die Kultusgemeinde-Präsidentin Charlotte Knobloch am Feitag in einer Pressemitteilung. Im Ersten Weltkrieg kämpften 80.000 deutsche jüdische Männer an der Front, 12.000 von ihnen ließen dabei ihr Leben. Ihre Opferbereitschaft sei ein Ausdruck dafür, dass diese Soldaten endlich von der nicht-jüdischen Gesellschaft als gleichwertige Mitglieder anerkannt werden wollten, sagte Knobloch. Dieser Wunsch sei dann von der "rassistischen Menschenverachtung" der Nazis bitter enttäuscht worden.