Landessuperintendent: Abschottung widerspricht christlichem Glauben

Detmold (epd). Der Lippische Landessuperintendent Dietmar Arends hat in seiner Weihnachtspredigt betont, dass Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus der christlichen Botschaft widersprächen. Forderungen nach Abschottung unter dem Verweis auf ein sogenanntes christliches Abendland seien Missbrauch des christlichen Glaubens, sagte Arends am Montag im Gottesdienst in der Detmolder Erlöserkirche. 

Christen lebten von Anfang an in einer globalisierten Welt, erklärte Arends laut Redetext. In Jesus seien Christen schon immer mit Menschen überall auf dieser Welt verbunden. Deshalb könne es nicht egal sein, "wie es Menschen an anderen Orten dieser Erde geht - ob sie genug zum Leben haben oder nicht; ob man sie leben lässt oder ihr Leben durch Krieg und Gewalt bedroht ist", unterstrich der Landessuperintendent. 

Arends verurteilte auch jede Form von Antisemitismus. In dem jüdischen Kind von Bethlehem begegne Gott den Christen. Ohne dieses Kind würden Christen den Gott Israels nicht kennen, geschweige denn davon sprechen können, dass er ihr Gott sei. "Wir sind Hinzugekommene, da verbietet sich jede Form von Antisemitismus doch von selbst", unterstrich Arends.