Landesbischöfin: "Dieser Krieg muss nachhaltig enden"

Mit deutlichen Worten haben sich die badische Landesbischöfin und der Friedensbeauftragte der badischen Landeskirche zum Krieg im Libanon geäußert.

Karlsruhe (epd). Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, äußert sich in einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft zum Krieg im Nahen Osten. „Ich bin froh, dass jetzt eine Waffenruhe im Libanon verabredet ist. Und ich hoffe inständig, dass sie hält“, sagte sie laut einer Mitteilung der badischen Landeskirche vom Montag. Sie habe Kontakt zu den Partnern im Libanon in der Near East School of Theology und in den Kirchengemeinden gehabt, sagt Springhart.

Sie sei einerseits erschüttert gewesen von den Schilderungen, wie viel tausendfaches Leid und welche Unsicherheit durch die Bombardierungen entstehen, sagte die Landesbischöfin. Gleichzeitig ist sie beeindruckt davon, „dass dieses so kleine Land in den vergangenen Jahren so viele geflüchtete Menschen aufgenommen hat“. Springhart weiter: „Wir sind verbunden in dem Gebet um den Frieden und in der sehr klaren Haltung, dass die Waffen endlich schweigen müssen, dass Terror keine Zukunft haben darf und dass dieser Krieg nachhaltig enden muss, damit die Menschen in der gesamten Region, im Libanon, in Israel, in Palästina und auch die Zivilbevölkerung im Iran endlich zur Ruhe kommen.“

Mehr als jeder Fünfte ist derzeit obdachlos

„Dieser Krieg war völlig unnötig“, sagt Stephen Lakkis, Gemeindepfarrer in Pforzheim und Friedensbeauftragter der badischen Landeskirche. Er ist im Libanon geboren. Als der Bürgerkrieg 1975 ausbrach, war es seiner Familie gelungen, das Land zu verlassen. Über Verwandte und Freunde pflegt er noch einen engen Kontakt zum Libanon. „Die Lage ist ziemlich schlimm. Es gibt mehr als eine Million Menschen, mehr als 20 Prozent der Bevölkerung, die jetzt auf der Straße leben.“