Informatiker: Künstliche Intelligenz nicht militärisch missbrauchen

Freiburg (epd). Künstliche Intelligenz (KI) kann das Leben der Menschen nach Ansicht des Informatikers Wolfram Burgard erheblich verbessern, darf aber nicht für kriegerische Zwecke missbraucht werden. Laut einer Mitteilung der Universität Freiburg vom Dienstag fordern Burgard und 56 weltweit führende KI-Forscher in einem offenen Brief das Korea Advanced Institute of Science and Technology auf, die Zusammenarbeit mit einem Rüstungskonzern zur Entwicklung autonomer Waffensysteme zu beenden. Es müsse verhindert werden, dass Drohnen und Kampfroboter ihre Ziele selbstständig auswählen und bekämpfen, ohne dass ein Mensch darüber entscheide, hieß es weiter.

Burgard beschreibt die Möglichkeit, die Technik des autonomen Fahrens auch in Panzern einzusetzen. Deshalb müssten "Forscher eine klare Grenze ziehen, welchen Einsatz unserer Technologien wir befürworten und welche wir rundheraus ablehnen". Der Freiburger Informatiker begrüßt Bemühungen der Vereinten Nationen, autonome Waffensysteme weltweit zu ächten.