Immer mehr Bewerber mit Abitur bei der Bundeswehr

Düsseldorf (epd). Die Zahl der Bewerber mit Abitur hat bei der Bundeswehr im Jahr 2017 einen neuen Höchstwert erreicht. Von den rund 125.000 Bewerberinnen und Bewerbern hatten im vergangenen Jahr 42,7 Prozent mindestens ein Fachabitur, wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Mittwoch) unter Berufung auf Zahlen des Verteidigungsministeriums berichtet. Das bedeute gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um mehr als sieben Prozentpunkte. Der Anteil der Bewerber mit Mittlerer Reife sank im Verhältnis von 39 auf 35,6 Prozent und der Anteil derjenigen mit Hauptschulabschluss von 23,9 auf 20,3 Prozent.

Unter den Freiwillig Dienstleistenden verfügten dem Bericht zufolge rund 83 Prozent über Abitur, Fachhochschulreife oder die Mittlere Reife. Etwa 16 Prozent hatten bereits einen Berufsabschluss, als sie sich bei der Bundeswehr bewarben. 

Wie eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Zeitung sagte, konnte die Bundeswehr im vergangenen Jahr rund 28.000 Stellen als Soldaten, Tarifangestellte und Beamte besetzen. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis, insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir bei einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote mit einer starken Wirtschaft in Konkurrenz um immer weniger Schulabsolventen stehen", sagte die Sprecherin. Sie verwies insbesondere auf die hoch umworbene Gruppe des IT-Fachpersonals, in der 16 Prozent mehr Stellen besetzt worden seien. Seit dem Tiefstand im Juni 2016 sei die Truppe um 4.000 Berufs- und Zeitsoldaten gewachsen.

Dem Bericht zufolge arbeiten auch immer mehr Frauen bei der Bundeswehr: Sie bildeten inzwischen zwölf Prozent des militärischen Personals, hieß es. Nach Öffnung aller Laufbahnen für Frauen im Jahr 2001 stieg ihre Zahl demnach von damals 6.721 auf zuletzt 21.200.