Geschäftsführer der Landauer Friedensakademie nach Trier gewechselt
Landau/Trier (epd). Sascha Werthes, der Geschäftsführer der Friedensakademie Rheinland-Pfalz in Landau, ist seit 1. März an die Universität Trier gewechselt. Kommissarisch habe der Juniorprofessor Janpeter Schilling die Geschäftsführung übernommen, teilte die Universität Koblenz-Landau dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch mit. Die vor vier Jahren gegründete besondere universitäre Einrichtung am Campus Landau will die friedenspolitischen Aktivitäten im Land unterstützen sowie zivile und präventive Strategien des Konflikt- und Krisenmanagements stärken.
Die Personalstruktur der Akademie werde derzeit in Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerium in Mainz überprüft, sagte ein Universitätssprecher. Sobald dies abgeschlossen sei, solle es eine Stellenausschreibung geben. Dem Trägerverein der Friedensakademie gehören unter anderem die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der pfälzischen Landeskirche sowie die Evangelische Akademie der Pfalz an. Die Friedensakademie mit einer wissenschaftlichen Leitung sowie wissenschaftlichen und studentischen Mitarbeitern geht auf eine Initiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung zurück, die auch für die Anschubfinanzierung sorgte.
Der Friedens- und Konfliktforscher Werthes leitete die bundesweit einmalige Friedensakademie seit ihrem Start vor vier Jahren. Seine Arbeitsschwerpunkte im Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Trier sind den Angaben zufolge vor allem die Friedens- und Konfliktforschung, Internationale Beziehungen sowie Fragen der klassischen Entwicklungspolitik. Der Sozialwissenschaftler Werthes war unter anderem an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, an der Universität Duisburg-Essen und an der Philipps-Universität Marburg tätig. 2013 promovierte er mit einer Arbeit zur Evolution der UN-Sanktionspraxis.