Friedensforscher: Kriegsbegriff für Terroranschläge nicht passend
Hannover/Hamburg (epd). Der Hamburger Friedensforscher Michael Brzoska hat davor gewarnt, angesichts der Terroranschläge von Paris von Krieg zu sprechen. Wenn der Begriff Krieg ernst genommen werde, bedeute das, "dass wir die Terroristen nicht strafrechtlich verurteilen könnten, sondern sie in Kriegsgefangenenlager stecken müssten", sagte Brzoska der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse"
(Samstagsausgabe).
Dann müssten die Inhaftierten auch nach dem Krieg wieder freigelassen werden, ergänzte der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik: "Das wollen wir ja nicht. Wir wollen sie behandeln wie die Kriminellen, die sie sind."