Friedensdienste: Ziviles Engagement stärker unterstützen

Bonn (epd). Zum internationalen "Tag des Peacekeepers" am Sonntag (29. Mai) fordern Friedens- und Entwicklungsdienste eine stärkere Unterstützung von zivilgesellschaftlichem Engagement für den Frieden. Nötig seien mehr Geld und mehr politischer Rückhalt für zivile Wege der Konfliktlösung, erklärte das vom Bundesentwicklungsministerium finanzierte Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) am Donnerstag in Bonn.

Die erfolgreiche Arbeit von Friedensfachkräften in Konfliktregionen zeige, dass Frieden mit zivilen Mitteln erreicht werden könne, sagte ZFD-Sprecher Hans Jörg Friedrich. "Menschen ändern ihre Einstellung, wenn sie sehen, dass sie lokale Konflikte gewaltfrei beilegen können." Sie setzten sich dann auch für eine andere Politik ein. "Frieden schlägt nur durch die Arbeit an der gesellschaftlichen Basis kräftige Wurzeln", betonte Friedrich.

Das von neun Friedens- und Entwicklungsdiensten getragene Konsortium entsendet Fachkräfte für zivile Friedenslösungen in Konfliktregionen weltweit. Aktuell sind rund 300 Fachkräfte in 39 Ländern im Einsatz. Unter anderem unterstützen sie Partnerorganisationen in Afghanistan, Burundi und dem Libanon dabei, Spannungen abzubauen, Gewalt aufzuarbeiten und Konflikte konstruktiv zu lösen.

Der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene "Tag des Peacekeepers" wird jedes Jahr am 29. Mai begangen. Er soll die Arbeit von Friedensgesandten in Kriegs- und Konfliktgebieten würdigen. In Deutschland wird der Tag seit 2013 begangen.