Erstes europäisches Glockenläuten für den Frieden findet statt
Stuttgart/Berlin (epd). Am Internationalen Friedenstag am 21. September werden jeweils zur Ortszeit 18 bis 18.15 Uhr europaweit Glocken läuten. Die gemeinsame Läuteaktion kirchlicher und säkularer Glocken sei bisher einmalig in Europa und wolle ein starkes Zeichen des Friedens senden, teilten die Veranstalter am Freitag in Berlin mit. Es sollen Glocken allen Alters und aller Gewichtsklassen erklingen wie die Torglocke der Stuttgarter Stiftskirche aus dem Jahr 1285 und eine 5.600 kg schwere Glocke der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
Die Aktion wird organisiert vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Sie rufen alle Glockenbesitzer zur Teilnahme auf. In vielen Kirchen finde im Anschluss an das Glockenläuten ein Friedensgottesdienst statt.
Am Europäischen Kulturerbejahr 2018, in dessen Rahmen das Friedensläuten stattfindet, beteiligen sich den Abgaben zufolge 32 Länder. Sie wollen ein größeres Bewusstsein für den Wert und die verbindenden Dimensionen des materiellen und immateriellen Kulturerbes in Europa schaffen. Am Glockenläuten beteiligen sich unter anderem Belgien, Slowenien, Tschechien, der Slowakei, Österreich, der Schweiz, Estland und Malta.