Bündnis will Friedensbildung stärker im Schulunterricht verankern

Köln (epd). Das Bündnis „Frieden in den Lehrplan“ hat für seine Petition mehr als 11.400 Unterschriften erhalten. Der Zusammenschluss von etwa 30 Friedensinitiativen fordert, Friedensbildung von der Grundschule bis zur Oberstufe in die Lehrpläne aufzunehmen. Angesichts der Kriege, der Aufrüstung und der Diskussion um den Wehrdienst sei „es wichtig, die Friedensbildung an Schulen zu stärken“, erklärte der Pressesprecher der Organisation „Pro Peace“, Christoph Bongard, am Freitag in Köln. „Pro Peace“ hatte die Petition initiiert.

Das Bündnis möchte das Thema Frieden „als verbindliches, fächerübergreifendes Lernfeld in allen Schulformen und Jahrgangsstufen“ verankern. Darüber hinaus will es erreichen, dass Friedensbildung bereits in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern gestärkt wird. Zudem sollen außerschulische Angebote und Strukturen ausgebaut werden. Die Vorschläge und Empfehlungen zur Stärkung der Friedensbildung an Schulen gehen nun an die Länder und sollen nach dem Willen des Bündnisses in einem Beschluss der Bildungsministerkonferenz münden.