Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung: USA treten Völkerrecht mit Füßen

Wiesbaden (epd). Der Vorstand der Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung äußert sich fassungslos über den US-amerikanischen Militärschlag gegen Venezuela. „Mit diesem kriegerischen Akt wird das Völkerrecht gebrochen und mit Füßen getreten. An seine Stelle tritt das Recht des Stärkeren. Wo soll das enden?“, heißt es in einer am Sonntag in Wiesbaden verbreiteten Erklärung.

Die Zuweisung des US-Präsidenten Donald Trump, der venezolanische Präsident Nicolás Maduro sei für viele Missstände in den USA verantwortlich, grenze „an übelste Verschwörungstheorien in Vergangenheit und Gegenwart“. Der Stiftungsvorstand erhoffe ein sehr baldiges Zusammentreten der UN-Vollversammlung und des Sicherheitsrates, um über „diesen Akt der Völkerrechtsverletzung“ zu beraten.

Maduro soll in den USA der Prozess gemacht werden

Die USA hatten Venezuela in der Nacht zum Samstag angegriffen, Präsident Maduro wurde festgesetzt und außer Landes gebracht. Der 63-Jährige soll in den USA vor Gericht gestellt werden.