Beuth fordert "klare Distanzierung" islamischer Verbände

Frankfurt a.M. (epd). Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) fordert von islamischen Verbänden und Vereinen eine "klare Distanzierung" gegenüber islamistisch motivierten Gewalttätern. "Unsere Freiheit muss täglich verteidigt werden", sagte Beuth am Mittwoch auf einer Tagung in Frankfurt am Main. Er bezog sich auch auf den Anschlag am Dienstagnachmittag in New York sowie auf den am vergangenen Wochenende vereitelten Terroranschlag in Schwerin. Islamistischer Terror sei zurzeit auch für Deutschland die größte Herausforderung. Alleine in Hessen gebe es aktuell 40 salafistische Gefährder, sagte Beuth. 

Als ein weiteres Problem nannte Beuth den zunehmenden Antisemitismus. Auch der Krefelder Extremismusforscher Rudolf van Hüllen warnte vor der Gefahr vermehrter antisemitischen Äußerungen vor allem an Schulen. Schimpfwörter wie "du Jude" seien Alltag auf deutschen Schulhöfen. Dabei verwies er darauf, dass solche Äußerungen meistens von Kindern und Jugendlichen aus türkischen oder arabischen Familien kämen. Er forderte Wissenschaft und Politik dazu auf, sich dem Problem zu stellen und intensive Präventionsarbeit zu leisten.