Gemäß Artikel 4 Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Die Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) berät Menschen bei der Wahrnehmung dieses Rechts. Verfahrensabläufe und Verfahrenspraxis werden kritisch beobachtet und begleitet sowie vom Grundgesetz nicht anerkannte Gründe wie situative/kontextuelle Verweigerung oder die Totalverweigerung werden im Blick behalten. Daneben gilt es, dem Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung weltweit Anerkennung zu verschaffen. Die Beratungshomepage finden Sie unter: https://www.eak-online.de/beratung
Das Video der EAK zum Thema KDV findet sich unter dem Titel „Kriegsdienstverweigerung – So geht’s!“ auf YouTube und unter www.eak-online.de.

Kriegsdienstverweigerung

Ex-Wehrbeauftragte plädieren für Rückkehr zur Wehrpflicht

Berlin (epd). Mehrere frühere Wehrbeauftragte des Bundestags sprechen sich für eine Rückkehr zur Wehrpflicht aus. „Ohne das Wiederaufleben der Wehrpflicht in angepasster Form wird die Bundeswehr nicht größer, kampfkräftiger und einsatzbereiter“, sagte der frühere Beauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) dem „Tagesspiegel“ (Donnerstag).

Militärdienst Israel: "Ich will mein Land und seine Werte schützen"

Die Deutschen diskutieren über die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Laut einer Umfrage sind nur die wenigsten bereit, ihr Land mit der Waffe zu verteidigen. In Israel ist die Wehrpflicht für viele selbstverständlich, wie für den 24-jährigen Inbar.

Expertin: Wehrpflicht könnte Geschlechter-Ungleichheit verstärken

Wiesbaden (epd). Eine Rückkehr zur Wehrpflicht könnte der Demografie-Expertin Katharina Spieß zufolge für eine verstärkte Ungleichheit zwischen den Geschlechtern führen, wenn lediglich Männer zu einem Dienst an der Waffe verpflichtet würden.

Militärexperte Masala wirbt zunächst für Kontingentwehrpflicht

München/Düsseldorf (epd). Der Verteidigungsexperte Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München hält vor der Wiedereinführung der Wehrpflicht eine sogenannte Kontingentwehrpflicht für notwendig. „Dazu müssten dann alle jungen Leute eines Jahrgangs gemustert werden“, sagte der Professor für Internationale Politik der „Rheinischen Post“ (Donnerstag, online).

Denkmal soll an Wehrmachts-Deserteur Baumann erinnern

Bremen, Hamburg (epd). In Hamburg soll ein Denkmal an den Wehrmachts-Deserteur Ludwig Baumann (1921-2018) erinnern. Die Hamburger Bezirksversammlung Wandsbek hat beschlossen, im Neubaugebiet Jenfelder Au, einem ehemaligen Kasernenareal, einen Park nach ihm zu benennen, wie die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz in Bremen mitteilte.

Früherer Wehrbeauftragter Robbe für Wehrpflicht

Leer (epd). Der frühere Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), hat sich für die Wiedereinführung der Wehrpflicht ausgesprochen. Die sicherheitspolitische Lage habe sich gegenüber 2011, als die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, fundamental verändert, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Allerdings müsste die neue Wehrpflicht auch für Frauen gelten, forderte Robbe.

Högl: Wiedereinführung der alten Wehrpflicht "keine gute Idee"

Das Personalproblem bei der Bundeswehr bleibt. Der Bestand blieb 2024 zwar immerhin konstant, von der Gewinnung Tausender neuer Soldaten ist sie aber weit entfernt. Die Wiedereinführung der alten Wehrpflicht lehnt die Wehrbeauftragte dennoch ab.

Militärrabbiner: Politische Weltlage beschäftigt Soldaten sehr

Hamburg (epd). Feierstunde in der Hamburger Clausewitz-Kaserne: Nils Ederberg (57) wird am Dienstag durch Rabbinerin Elisa Klapheck und Militärbundesrabbiner Zsolt Balla offiziell in sein Amt als erster liberaler Militärrabbiner der Jüdischen Militärseelsorge für die nördlichen Bundesländer eingeführt.

Waffenlieferungen der USA an europäische Nato-Staaten steigen

Frankfurt a.M., Stockholm (epd). Die Abhängigkeit europäischer Nato-Staaten von Waffenlieferungen aus den USA hat laut Friedensforschern zugenommen. Im Zeitraum 2020 bis 2024 kamen 64 Prozent ihrer Waffenimporte aus den USA, wie aus dem am Montag veröffentlichten Bericht des Sipri-Instituts zum weltweiten Waffenhandel hervorgeht.