Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung (ZKB) ist die Bearbeitung von potentiell gewaltträchtigen Konflikten durch konstruktive Methoden, die auf Gewaltanwendung verzichten. Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung ist eine Alternative zum Versuch mit Waffengewalt Konflikte einzudämmen. Sie befördert im In- und Ausland eine neue Konfliktkultur. Entsprechende Instrumente wie der Zivile Friedensdienst (ZFD) oder das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) sind auf staatliche Förderung angewiesen – auch für den Einsatz in Deutschland.

Zivile Konfliktbearbeitung

Zivil ans Ziel - Frieden schlägt an der Basis Wurzeln

Zum Tag des Peacekeepers am 29. Mai erinnert das Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) an das zivilgesellschaftliche Engagement von Friedensfachkräften in Kriegs- und Konfliktgebieten. „Frieden ist mit zivilen Mitteln machbar. Das zeigt die erfolgreiche Arbeit von Friedensfachkräften in Konfliktregionen.

Schwieriges Gedenken - US-Präsident Obama besucht Hiroshima

Washington (epd). In den USA verblassen die Schreckensbilder vom Atombombenabwurf auf Hiroshima am 6. August 1945 und dem auf Nagasaki drei Tage später. Der Umgang mit dieser Geschichte sei schwierig, sagt der Historiker Peter Kuznick. "Der zweite Weltkrieg gilt als guter Krieg", erläutert der Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington.

Margot Käßmann gegen Aufstockung der Bundeswehr

Berlin (epd). Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, kritisiert die geplante Aufstockung der Bundeswehr. "7.000 Soldaten mehr ändern nichts", sagte die Theologin der "Bild am Sonntag".

Friedensforscherpreis für Ethnologin

Frankfurt a.M. (epd). Die Ethnologin Birgit Bräuchler wird mit dem Ernst-Otto-Czempiel-Preis 2016 geehrt. Die an der Monash-University im australischen Melbourne lehrende Wissenschaftlerin demonstriere, wie bedeutsam das Verständnis lokaler Traditionen für nachhaltige Friedensprozesse ist, teilte die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) am Freitag in Frankfurt am Main mit.

Evangelische Friedensarbeit kritisiert die geplante Aufstockung des Wehretats

Die Ankündigung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Bundeswehr in den kommenden sieben Jahren personell aufzustocken und auch den Wehretat bis 2020 von derzeit 34,2 auf 39,2 Milliarden Euro anzuheben, ist bei der evangelischen Friedensarbeit auf Kritik gestoßen. „Die Regierung stellt hier bereits Weichen, bevor das neue Weißbuch vor- und zur Diskussion gestellt wird.

Tausende demonstrieren gegen rechten Aufmarsch in Berlin

Berlin (epd). Rund 7.500 Menschen haben sich am Samstag in Berlin-Mitte einem Aufmarsch rechter Gruppierungen durch das Regierungsviertel entgegengestellt. An einem Protestzug des Bündnisses "Berlin Nazifrei" unter der Überschrift "Für ein solidarisches Berlin" beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 4.500 Menschen.

Brahms: Frieden ohne internationale Rechtsordnung ist nicht vorstellbar

Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Internationalen Gerichtshofs hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, die Bedeutung des Rechts als Grundlage eines gerechten Friedens betont. „Für eine friedliche Welt brauchen wir Institutionen, Regeln und Verfahren eines international vereinbarten Rechtszustands“, ist der Theologe überzeugt.

Wittenberg bekommt Denkmal "Schwerter zu Pflugscharen"

Wittenberg (epd). Zur Erinnerung an die pazifistische Schmiedeaktion "Schwerter zu Pflugscharen" in Wittenberg 1983 wird in der Lutherstadt ein Denkmal errichtet. Dazu entsteht bis März 2017 im Lutherhof eine frei stehende Skulptur in zeitgenössischer Formensprache, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Donnerstag mit.