Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung (ZKB) ist die Bearbeitung von potentiell gewaltträchtigen Konflikten durch konstruktive Methoden, die auf Gewaltanwendung verzichten. Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung ist eine Alternative zum Versuch mit Waffengewalt Konflikte einzudämmen. Sie befördert im In- und Ausland eine neue Konfliktkultur. Entsprechende Instrumente wie der Zivile Friedensdienst (ZFD) oder das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) sind auf staatliche Förderung angewiesen – auch für den Einsatz in Deutschland.

Zivile Konfliktbearbeitung

Ein "vollkommen neuzeitliches Konzentrationslager"

Oranienburg (epd). Der Schriftsteller Heinrich Mann hatte im Frühsommer 1936 im Exil in Paris noch einmal gewarnt: Sportler, die an den Olympischen Sommerspielen der Nazis in Berlin teilnehmen, würden dort nichts weiter sein als "Gladiatoren, Gefangene und Spaßmacher eines Diktators, der sich bereits als Herr der Welt fühlt". Er behielt recht.

Ex-Bundespräsident Wulff für offenen Umgang mit Muslimen

Wittenberg (epd). Altbundespräsident Christian Wulff hat sich für einen offenen Umgang mit Flüchtlingen, insbesondere Muslimen, ausgesprochen. "Ein respektvoller Umgang ist eine Voraussetzung für die Integration", sagte Wulff in seiner Kanzelrede zum Thema "Weltfrieden und Weltreligionen" am Sonntag in der Stadtkirche in Wittenberg (Sachsen-Anhalt).

Christlich-Islamisches Friedenszentrum in Nigeria eröffnet

Genf (epd). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat die Eröffnung eines Friedenszentrums von Muslimen und Christen in Nigeria begrüßt. Das Zentrum liege in der nordnigerianischen Stadt Kaduna, wo in den letzten drei Jahrzehnten mehr als 20.000 Menschen in oftmals religiös motivierten Konflikten getötet worden seien, teilte der Weltkirchenrat am Sonntag in Genf mit.

Deutschland kein Vorreiter für Friedensdimension bei Umsetzung der 2030-Agenda

Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist friedenspolitisch nicht ausreichend ambitioniert und fällt teilweise sogar hinter bisherige Versprechen der Bundesregierung zurück. Zu dieser Einschätzung kommen sieben entwicklungs- und friedenspolitische Verbände und Organisationen in einer Stellungnahme zum Entwurf der Neuauflage der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

UN verärgert über Abzug deutscher Polizisten aus Südsudan

Berlin (epd). Der Abzug deutscher Polizisten aus dem Südsudan hat für Unmut bei den Vereinten Nationen gesorgt. Deutschland habe wie Großbritannien und Schweden ohne Absprache mehrere Führungskräfte von der Friedensmission UNMISS abgezogen, hieß es in einem vertraulichen Dokument, zu dem der französische Auslandssender RFI Zugang hatte.

"Geschichte berühren"

Sandbostel/Kassel (epd). In der Erde wühlen, das macht ihr Spaß. "Ich bin total neugierig, was da stecken könnte und will man Paläontologin werden, um nach Fossilien zu graben", sagt Jasmin Hann. Jetzt hockt die 16-Jährige im Gelände des ehemaligen NS-Kriegsgefangenenlagers Sandbostel bei Bremen und legt mit der Handschaufel die Fundamente einer alten Baracke frei.

Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden

„Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden“, das ist die erste Einschätzung, die der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),  Renke Brahms, und der Evangelische Militärbischof, Sigurd Rink, zum vergangene Woche erschienenen „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ abgegeben haben.

Der Preis der Versöhnung

Den Haag (epd). Ein Jahrzehnt Gewalt und Terror, Zehntausende Tote, die Hälfte der Einwohner auf der Flucht: Der blutige Bürgerkrieg in Sierra Leone hat Wunden gerissen, die auch mehr als zehn Jahre nach dem Ende der Kämpfe 2002 noch tief sind. Dennoch wächst die Gesellschaft wieder zusammen. Opfer erzählen von ihrem Leiden, Täter bekennen ihre Schuld.

AGDF: Veraltete Diagnose und Rezepte

Aus Sicht der evangelischen Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ist der inhaltliche Ansatz des neuen „Weißbuchs zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ überholt. „Die Erfahrungen zeigen, dass es illusorisch ist, mehr Sicherheit durch Aufrüstung und Militärinterinventionen erreichen zu wollen.