Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Deutsche Rüstungsexporte wieder stärker in den Blick nehmen

Deutsche Waffen spielen in den Konflikten in der Welt eine große Rolle. Deutschland gehört zu den größten Rüstungsexporteuren weltweit. Bei der Weltausstellung Reformation in Wittenberg sprachen sich Vertreter von Friedensgruppen und kirchlichen Werken nachdrücklich dafür aus, dies, nicht zuletzt im anstehenden Bundestagswahlkampf, wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Themenwoche Frieden ist gestartet

In Wittenberg hat bei der Weltausstellung Reformation die Themenwoche Frieden begonnen. „Wir wollen dabei gelungene Beispiele einer nicht-militärischen Konfliktlösung vorstellen und solchen zivilen Wegen zum Frieden mehr Gehör verschaffen“, unterstrich Dr.

Weltausstellung Reformation in Wittenberg lädt zur Themenwoche Frieden ein

Die Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Wittenberg. Sie ist Forum für Menschen aus aller Welt, über die Bedeutung der Reformation damals und heute nachzudenken. 16 Themenwochen sind geplant, bei denen gesellschaftlich brisante Fragen in Workshops, Podiumsdiskussionen, Gottesdiensten, Gesprächsrunden und innovativen Formaten miteinander verhandelt werden.

Friedensbeauftragter: "Augsburger Bekenntnis" kritisch diskutieren

Bremen/Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, regt eine kritische Auseinandersetzung mit Teilen des reformatorischen "Augsburger Bekenntnisses" an. Unter anderem halte das Dokument aus dem Jahr 1530 fest, dass Christen rechtmäßig Kriege führen könnten, sagte der leitende Bremer Theologe am Freitag in Bonn.

Mit Entwicklungsgeldern das Militär ertüchtigen

Die EU-Kommission möchte den Finanztopf der Union für zivile Konfliktbearbeitung künftig auch für militärische Zwecke nutzen. Aus dem „Instrument für Stabilität und Frieden“ (IcSP) sollen Ausrüstung und Ausbildung für Streitkräfte in Drittstaaten finanziert werden. Brot für die Welt lehnt diese Pläne entschieden ab. „Das ist eine friedens- und entwicklungspolitische Bankrotterklärung.

Katholische Kirche in der EU fordert Abrüstungsstrategie

Brüssel (epd). Die katholischen Bischöfe in Europa haben die EU zu einer Abrüstungsstrategie aufgefordert. Die langfristige Strategie sollte auch die Nuklearrüstung umfassen und in das Sicherheitskonzept der EU integriert werden, heißt es in einer Stellungnahme der 

Käßmann kritisiert deutsche Waffenexporte

Hannover/Berlin (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat die deutschen Waffenexporte scharf kritisiert. "Wir beklagen die Kriege dieser Welt, aber wir verdienen an ihnen", heißt es in einem Beitrag der Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die "Bild am Sonntag".

Bundesregierung genehmigt weniger Rüstungsexporte

Berlin (epd). Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger Rüstungsexporte genehmigt. 2016 erteilte die Bundesregierung für Rüstungsgüter im Wert von 6,85 Milliarden Euro Ausfuhrgenehmigungen, wie aus dem Rüstungsexportbericht hervorgeht, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Das Volumen sank damit im Vergleich zum Vorjahr um rund eine Milliarde Euro.