Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

EKD-Ratsvorsitzende: Abschreckungsgedanke hat sich nicht erledigt

Bei der Synode der evangelischen Kirche wird es in diesem Jahr darum gehen, wie sie sich zu den Aufrüstungsbestrebungen verhält. Die EKD-Ratsvorsitzende verteidigt den politischen Kurs der Abschreckung, fordert aber "Abrüstung" in der Sprache.

Wehrdienst-Reform: Beratungsstellen verzeichnen mehr Anfragen

Berlin (epd). Angesichts der Debatte um die Wehrdienstreform wendet sich eine wachsende Zahl von Menschen an Beratungsstellen für Kriegsdienstverweigerung. „Wir werden gerade nahezu überflutet von Anfragen“, sagte der politische Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Michael Schulze von Glaßer, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstag).

Robbe zu Losverfahren: Wehrdienstleistende fühlen sich als "Looser"

Leer (epd). Der frühere Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), hält ein Losverfahren für die Rekrutierung von Wehrdienstleistenden für gänzlich ungeeignet. Es berge die Gefahr, dass die Rekruten sich als „Looser“ betrachteten und entsprechend wenig motiviert ihren Dienst verrichten, sagte Robbe dem Evangelischen Pressedienst (epd).