Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

EKD-Präses Heinrich: Wehrdienst kann Friedensdienst sein

Anna-Nicole Heinrich, Synoden-Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland, will eine Polarisierung in der Friedensdebatte vermeiden. Sowohl Freiwilligendienste als auch "der Gang zur Bundeswehr" könnten dem Frieden dienen.

Wehrdienst: Otte dringt auf schnelle Reaktion bei Zielverfehlung

Seit gut zwei Monaten gilt der neue Wehrdienst. Der Wehrbeauftragte Henning Otte (CDU) hat Zweifel, dass mit dem freiwilligen Dienst die Personalprobleme der Bundeswehr gelöst werden. Scheitert die Idee, müsse schnell reagiert werden, fordert er.

Nachdenken über Gott und die Wehrpflicht

Wer 2008 geboren ist, bekommt in diesem Jahr zwei Briefe: einen von der Bundeswehr und einen vom Landesbischof. In beiden geht es um den neuen Wehrdienst. Wie junge Leute damit umgehen, war Thema im Gespräch von Bischof und Dachauer Gymnasiasten.

Organisationen fordern Rekrutierungsstopp für Minderjährige

Mehr als 230 Organisationen fordern Verteidigungsminister Pistorius auf, nicht länger Minderjährige als Soldaten zu rekrutieren. Die Bundeswehr sei eine der Armeen mit den meisten Soldaten unter 18 Jahren. Auch die Werbung an Schulen soll aufhören.

Staatssekretär erwartet genügend Freiwillige für Wehrdienst

Seit Januar hat die Bundeswehr gut 40.000 Fragebögen für den freiwilligen Wehrdienst an 18-Jährige verschickt. Der parlamentarische Staatssekretär Sebastian Hartmann ist zuversichtlich, dass sich genügend Freiwillige finden.