Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

15 Kinder von IS-Kämpfern aus dem Irak nach Deutschland ausgereist

Berlin (epd). Seit Inhaftierung der ersten Anhängerinnen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Sommer 2017 konnten 15 Kinder den Irak in Richtung Deutschland verlassen. Wie am Donnerstag aus dem Auswärtigen Amt verlautete, reisten sie in Begleitung von Angehörigen aus. Derzeit werde noch eine niedrige einstellige Zahl von Kindern im Irak konsularisch betreut.

UN: Mindestens 390 Kinder in syrischem Flüchtlingslager gestorben

Genf (epd). In dem überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol in Syrien herrschen laut einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen unmenschliche Zustände. Mindestens 390 Kinder seien bereits einen vermeidbaren Tod durch Unterernährung oder Infektionen gestorben, betonte der Vorsitzende der Kommission, Paulo Sérgio Pinheiro, am Mittwoch in Genf.

Hilfswerk fordert psychologische Hilfe für Kinder in Kriegsgebieten

Berlin (epd). Die Hilfsorganisation "Save the Children" fordert psychologische Hilfen für Kinder in Konfliktgebieten und auf der Flucht. Weltweit benötigten mehr als 24 Millionen Jungen und Mädchen, die extremen seelischen Belastungen ausgesetzt seien, professionelle Unterstützung, erklärte das Hilfswerk am Dienstag in Berlin mit Blick auf die am 17.

Zumach: Umfeld von Trump ist auf Regimewechsel in Teheran aus

Göttingen (epd). Im Konflikt mit dem Iran arbeiten einflussreiche Politiker im Umfeld von US-Präsident Donald Trump nach Ansicht des Publizisten und Friedensaktivisten Andreas Zumach auf einen Regimewechsel in Teheran hin. Das gelte etwa für Vizepräsident Michael Pence, Außenminister Mike Pompeo und Sicherheitsberater John Bolton, sagte Zumach am Montagabend in einem Vortrag in Göttingen.

US-Friedensverhandlungen mit den Taliban offenbar gescheitert

Dubai/Kabul/Washington (epd). Der Friedensplan zwischen den aufständischen Taliban und den USA ist offenbar gescheitert. US-Präsident Donald Trump erklärte per Twitter, er habe ein für Sonntag geplantes geheimes Treffen zwischen der Taliban-Führung, dem afghanischen Präsidenten und ihm im amerikanischen Camp David abgesagt.

EKD-Experte warnt vor schwieriger Lage der Christen in Syrien

Düsseldorf (epd). Die Situation der Christen im Bürgerkriegsland Syrien bleibt nach Einschätzung des evangelischen Migrationsexperten Manfred Rekowski besorgniserregend. "Viele haben das Land verlassen. Die Sorge um die Macht der Islamisten prägt da Leben der verbleibenden Christen enorm", sagte der Präses der rheinischen Landeskirche am Freitag in Düsseldorf.

Mehr als 1.000 zivile Todesopfer in Nordwest-Syrien

Genf/Frankfurt (epd). Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat die hohe Zahl ziviler Todesopfer durch Militärangriffe des Assad-Regimes und Russlands in Nordwest-Syrien angeprangert.

Kolumbien: Farc-Partei will an Friedensabkommen festhalten

Berlin/Bogotá (epd). Ein Kampfaufruf früherer Rebellenführer hat in Kolumbien eine Debatte über die Zukunft des Friedensabkommens von 2016 entfacht. Der Chef der aus der Farc-Guerilla hervorgegangenen Farc-Partei, Rodrigo Londoño, erklärte, an dem Vertrag festhalten zu wollen.

Taliban einigen sich mit USA auf Truppenabzugsplan

Dubai/Kabul (epd). Die aufständischen Taliban und die USA haben sich Berichten zufolge auf einen Friedensplan für Afghanistan geeignet. Demnach sollen in den kommenden fünf Monaten rund 5.000 US-Soldaten vom Hindukusch abgezogen werden, wie der afghanische TV-Sender Tolo News am Dienstag berichtete.

Wo der Krieg begann

Wielun (epd). 1. September 1939. 4.40 Uhr. Dieses Datum, diese Uhrzeit haben sich in die Geschichte der polnischen Kleinstadt Wielun in der Woiwodschaft Lodz eingebrannt. Die Erinnerung daran begegnet einem überall im Stadtzentrum, auf Gedenktafeln, Gedenksteinen und im Museum: 4.40 Uhr.