Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Assad-Angriffe treiben mehr als 520.000 Menschen in die Flucht

Genf (epd). Die Offensive des Assad-Regimes und Russlands gegen islamistische Kämpfer in Nordwest-Syrien hat laut den Vereinten Nationen eine Massenflucht ausgelöst. Mehr als 520.000 Menschen seien seit Anfang Dezember vor der Gewalt in der Provinz Idlib und angrenzenden Gebieten geflohen, teilte ein Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe am Dienstag in Genf mit.

EKD-Friedensbeauftragter: Landminen ethisch nicht zu rechtfertigen

Bonn/Aachen (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, kritisiert die Aufhebung des Verbotes von Antipersonen-Landminen durch US-Präsident Donald Trump als empörend. "Die Herstellung und der Einsatz von Landminen stellen ein Verbrechen dar", sagte Brahms am Montag in Bad Boll.

Renke Brahms: „US-Erlaubnis zu Landminen ist enttäuschend und empörend“

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat auf der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD in der Evangelischen Akademie in Bad Boll die jüngste Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, der US-Armee den Einsatz von Landminen in Konflikten zu erlauben, scharf kritisiert.

Bundesregierung kritisiert Aufhebung von Landminen-Verbot durch Trump

Berlin/Genf (epd). Die Bundesregierung und Rüstungsgegner haben die Aufhebung des Verbotes von Antipersonen-Landminen durch US-Präsident Donald Trump kritisiert. Trumps Entscheidung sei "ein schwerer Rückschlag für die langjährigen internationalen Bemühungen, diese tödliche Waffe zu ächten", sagte Staatssekretär Niels Annen (SPD) dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Montag).

Menschenrechtsverbände empört über Trumps Ja zu Landminen

Washington (epd). Mit Empörung haben Menschenrechtsverbände auf US-Präsident Donald Trumps Beschluss reagiert, Vorschriften gegen den Einsatz von Landminen aufzuheben. Die Neuerung zeige, dass die Regierung internationale Normen komplett missachte, sagte ein Direktor der "Ärzte für Menschenrechte", Michael Payne.

UN befürchten eskalierende Hungerkrise im Sahel

Genf (epd). Das Welternährungsprogramm (WFP) befürchtet eine eskalierende Hungerkrise in Burkina Faso, Mali und Niger. Rund 3,3 Millionen Menschen in den gewaltgeplagten Ländern der Sahelzone bräuchten sofortige Essenshilfe, teilte eine WFP-Sprecherin am Freitag in Genf mit. 

Urgewald kritisiert Rüstungsgeschäfte mit Türkei und Ägypten

Essen/Köln (epd). Die Menschenrechtsorganisation Urgewald und der Dachverband der Kritischen Aktionäre haben den Essener Stahlkonzern Thyssenkrupp dazu aufgerufen, Rüstungsexporte in die Türkei sowie nach Ägypten und Brasilien zu unterlassen. Die Lieferung von Kriegsschiffen könne die Lage in Kriegs- und Krisengebieten weiter eskalieren lassen, erklärten die Organisationen am Donnerstag.

Pax Christi kritisiert Nahost-Plan von Trump

Berlin (epd). Die katholische Friedensbewegung Pax Christi hat Deutschland und die EU aufgefordert, den von der US-Regierung vorgelegten Nahost-Deal zurückzuweisen. "Wir lehnen den einseitigen Plan von US-Präsident Trump, an dem die palästinensische Seite nicht beteiligt wurde, aufs Schärfste ab", sagte Sprecher Manfred Budzinski am Donnerstag in Berlin.

Kirchenbünde lehnen Nahost-Plan von Trump ab

Genf (epd). Der Weltkirchenrat und der Lutherische Weltbund (LWB) kritisieren den von der US-amerikanischen Regierung vorgelegten Nahost-Plan. Der Plan sei keine reale, nachhaltige und gerechte Lösung, sondern ein Ultimatum, erklärte der Generalsekretär Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, am Mittwoch in Genf. Er forderte die Regierungen anderer Staaten auf, dem Konzept nicht zuzustimmen.