Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Theologe Drewermann ruft Christen zu mehr Engagement für Frieden auf

Frankfurt a.M. (epd). Der katholische Theologe und Publizist Eugen Drewermann hat die Christen dazu aufgerufen, sich stärker für den Erhalt des Friedens einzusetzen. Sie trügen den "Frieden des Heiligen Abends" in den Herzen, sagte Drewermann am Samstag in Frankfurt am Main bei einem gemeinsamen Studientag der hessen-nassauischen Kirchenleitung und der Kirchensynode.

Evangelische Akademie schafft Stelle zur Extremismusprävention

Frankfurt a.M. (epd). Die Evangelische Akademie Frankfurt am Main legt künftig einen Schwerpunkt auf die Prävention von religiös motiviertem Extremismus. Dazu habe sie eine Projektstelle ausgeschrieben, die schnellstmöglich besetzt werden solle, sagte Direktor Thorsten Latzel am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Kämpfer für den Frieden

Tel Aviv/Beckum (epd). Mit seinen hellgrauen Haaren und dem Bart war Uri Avnery schon von Weitem unverkennbar, wenn er bei Demonstrationen vorneweg marschierte. Bis ins Alter von 94 Jahren war Israels unermüdlichster Kämpfer für den Frieden geistig und körperlich fit. In der Nacht zum Montag starb er in einem Tel Aviver Krankenhaus an den Folgen eines Gehirnschlags. 

UN: 139 humanitäre Helfer 2017 getötet

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben die steigende Zahl von tödlichen Attacken auf humanitäre Helfer beklagt. Im Jahr 2017 seien 139 Helfer verschiedener Organisationen getötet worden, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) am Dienstag in Genf mit. Im Jahr 2016 lag die Zahl der getöteten Helfer noch bei 107.

Protest gegen Marine-Beteiligung an der Hanse Sail

Rostock (epd). Das Rostocker Friedensbündnis hat am Sonnabend gegen die Beteiligung der Marine an der Hanse Sail protestiert. So seien die Fregatte "Schleswig-Holstein", das Ölauffangschiff "Bottsand" der Marine und die Korvette "Erfurt" Teil des Programms, heißt es in einem auf dem Kanonsberg verteilten Protestbrief. Das Militär würde weder Frieden noch Sicherheit schaffen. 

"Soldaten halten quasi den Kopf für uns Bürger hin"

Weiden (epd). Der Weidener evangelische Militärpfarrer Holm Haschker wirbt für mehr Verständnis für die Bundeswehr. "Soldatinnen und Soldaten müssen Entscheidungen treffen, die wir gar nicht treffen wollten und wo wir froh sind, dass es andere für uns machen", sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Ausstellung zeigt Beispiele ziviler Konfliktlösungen

Bremen (epd). Zivile Konfliktlösungen stehen im Mittelpunkt einer Wanderausstellung, die von Montag an (13. August) im evangelischen Informationszentrum "Kapitel 8" in der Bremer Innenstadt zu sehen ist.

Brahms: Deutschland soll Atomwaffenverbotsvertrag beitreten

Bei einer Mahnwache zu den Jahrestagen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki  in Bremen hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pastor Renke Brahms, die Bundesregierung aufgefordert, dem im vergangenen Jahr beschlossenen UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.