Ulm (epd). Nach Plänen des Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, soll eine überarbeitete Friedensethik bis November 2025 vorliegen. Das in diesem Jahr gegründete Redaktionsteam solle bis Sommer kommenden Jahres einen ersten Entwurf eines Grundlagenpapiers zur Friedensethik vorlegen, sagte Kramer am Dienstag in Ulm vor der EKD-Synode.
Landminen töten und verstümmeln vor allem Zivilisten, darunter viele Kinder. Die meisten Opfer wurden laut einem Bericht im vergangenen Jahr in Syrien registriert. Rüstungsgegner fordern deshalb ein universelles Verbot der Waffen.
Die 27 EU-Außenminister bekräftigen ihre Forderung nach Feuerpausen im Nahost-Konflikt. Neu ist dabei das Wort "unmittelbar". Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell kündigt außerdem eine Nahost-Reise für die kommenden Tage an.
In Osteuropa kann der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erst seit den 1990er Jahren systematisch nach Kriegstoten suchen und sie würdig bestatten. Arbeit gibt es noch für viele Jahre. Einer der "Umbetter" ist der 35-jährige Artur Berger.
Weißenburg (epd). Die Nürnberger Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern fühlt sich „zerrissen“ angesichts des eskalierenden Nahost-Konflikts und des Ukrainekrieges. Wenn sie die Nachrichten sehe, habe sie den Eindruck, dass die Gewalt zunehme, sagte sie am Sonntag zur Eröffnung der Ökumenischen Friedensdekade in Bayern in Weißenburg laut Redemanuskript.
Bruchsal (epd). Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz (82) hat sich für verstärkte Bemühungen um eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkrieg ausgesprochen. Dafür sei „eine energische Diplomatie“ nötig, sagte der Historiker und ehemalige Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin am Freitagabend in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Nach scharfer Kritik will das deutsche Weltgebetstags-Komitee die Liturgie für den 1. März kommenden Jahres umgestalten. Diese wurde von palästinensischen Christinnen vorbereitet. Deren Stimmen sollen aber weiter Gehör finden.
Glocken mit Hakenkreuzen, Gefallenendenkmäler mit Bibelversen: Die Evangelische Kirche der Pfalz sucht in ihrem Bereich historisch belastete Objekte - und will damit die Erinnerungskultur fördern. Die Resonanz auf eine Umfrage ist bisher verhalten.
Karlsruhe (epd). Eine für Samstag geplante kirchliche Veranstaltung in Karlsruhe zum Thema „Bedrohte Diskurse - Ist bei Themen wie Ukraine und Palästina noch Meinungsfreiheit gegeben?“ ist in die Kritik geraten. Die Evangelische Landeskirche in Baden distanzierte sich am Donnerstag von der Veranstaltung des badischen „Forums Friedensethik“.
An diesem Sonntag beginnt die EKD-Synode in Ulm. Die Delegierten befinden sich auf historischem Grund. Für die Widerstandskämpfer der "Weißen Rose" hat die Stadt an der Donau eine entscheidende Rolle gespielt.