Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden hat die Europäische Union als „ein großes Friedensprojekt“ bezeichnet, das viel zur Versöhnung der Völker Europas nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen habe. Mit Besorgnis betrachtet der evangelische Friedensverband allerdings die zunehmende Militarisierung der EU, betont Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer.
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hat die Entscheidung der Bundesregierung, nicht an den am 27. März beginnenden Verhandlungen der Vereinten Nationen über ein Verbot von Atomwaffen teilzunehmen, kritisiert.
Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) sieht die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik vorrangig geleitet von wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen, mit der Bereitschaft, zu deren Durchsetzung auch die Bundeswehr einzusetzen.
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) haben bedauert, dass der scheidende Bundespräsident Joachim Gauck bei seiner Verabschiedung nicht auf einen Großen Zapfenstreich der Bundeswehr verzichtet. Entsprechende Forderungen hatte es von unterschiedlicher Seite gegeben.
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Notwendigkeit kirchlicher Friedensarbeit angesichts globaler Herausforderungen betont. Bei einem „Offenen Abend“ in der Elberfelder Johanneskirche in Wuppertal unterstrich dabei den Vorrang von Zivil, den die Kirche in der politischen Diskussion betonen müsse.
Angesichts der täglichen Nachrichten von Terror und Gewalt, den Bildern von Tod und Vertreibung, Flucht und Elend, aber auch der steigenden Rüstung und einem zunehmenden Denken in Richtung militärischer Lösungen von Konflikten wollen Friedensgruppen und Friedensverbände während des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin zeigen, dass auch in Taten und Worten Frieden gestiftet werden kann.
Am Sonnabend, den 4. März, fand der erster Fachtag für Friedensbildung für den Raum Mitteldeutschland in Halle (Saale) statt. Lehrkräfte, Studierende und viele Akteure der lokalen Friedensbildung trafen sich an diesem Tag in den Räumlichkeiten der Christlichen Akademie um in einen inhaltlichen und methodischen Austausch zu treten.
Es ist eins der bekanntesten Friedenslieder, das auch bei den Friedensgebeten in Leipzig, vor den Toren des Raketenstationierungsgeländes in Hasselbach im Hunsrück oder im Gerichtssaal in Mutlangen bei den Blockadeprozessen gesungen wurde. Und das in der heutigen Sprach- und Ratlosigkeit nun wieder angestimmt werden könnte, das Verleih uns Frieden gnädiglich von Martin Luther.
Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat nach intensiver Diskussion ein „Positionspapier zum Thema Gerechter Frieden“ verabschiedet.