Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Kinder an Waffen: Von der Leyen will neue Regeln für Bundeswehr-Tag

Berlin (epd). Am diesjährigen "Tag der Bundeswehr" haben Kinder in einer Kaserne in Baden-Württemberg an echten Waffen gespielt. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zieht jetzt Konsequenzen aus dem Vorfall am Wochenende. In Stetten "ist trotz klarer Vorschriften ein bedauerlicher Fehler passiert", sagte von der Leyen dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Renke Brahms: Global Zero ist das Ziel

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hat sich erneut nachdrücklich für einen Abzug der amerikanischen Nuklearwaffen aus Deutschland und eine weltweite atomare Abrüstung ausgesprochen.

Zeitung: Saudi-Arabien will keine deutschen Panzer mehr

Berlin (epd). In der Diskussion um Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien zeichnet sich eine Wende ab. Der neue Botschafter des arabischen Landes in Deutschland sagte dem Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe), Saudi-Arabien wolle keine Leopard-Kampfpanzer mehr von Deutschland kaufen. "Die klare Wahrheit ist, dass wir an dem Panzergeschäft nicht interessiert sind", sagte Botschafter Awwad S.

AGDF kritisiert Ermittlungen gegen Journalisten und Rüstungsexportkritiker

Mit Unverständnis hat die evangelische „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF) auf die Ermittlungen der Münchener Staatsanwaltschaft gegen die Journalisten Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandberg sowie gegen Jürgen Grässlin von der „Aktion Aufschrei“ wegen der Veröffentlichung von Dokumenten, mit denen illegale Waffenlieferungen an Mexiko aufgedeckt wurden.

Friedensaktivisten kritisieren Ermittlungen gegen Journalisten

Bonn (epd). Die "Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden" kritisiert Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München gegen Journalisten und Friedensaktivisten wegen Berichten über illegale deutsche Waffenexporte nach Mexiko. "Kritische Stimmen dürfen nicht mundtot gemacht werden", betonte der Vorsitzende Horst Scheffler am Freitag in Bonn.

Rüstungsexporte: Bundesregierung weist Vorwürfe von Amnesty zurück

Berlin (epd). Die Bundesregierung hat Vorwürfe von Amnesty International zu Rüstungsexporten nach Ägypten zurückgewiesen. Deutschland habe seit 2013 keine Ausfuhren genehmigt, die zur Repression genutzt werden könnten, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch in Berlin.

Schwieriges Gedenken - US-Präsident Obama besucht Hiroshima

Washington (epd). In den USA verblassen die Schreckensbilder vom Atombombenabwurf auf Hiroshima am 6. August 1945 und dem auf Nagasaki drei Tage später. Der Umgang mit dieser Geschichte sei schwierig, sagt der Historiker Peter Kuznick. "Der zweite Weltkrieg gilt als guter Krieg", erläutert der Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington.

Margot Käßmann gegen Aufstockung der Bundeswehr

Berlin (epd). Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, kritisiert die geplante Aufstockung der Bundeswehr. "7.000 Soldaten mehr ändern nichts", sagte die Theologin der "Bild am Sonntag".