Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Zeitung: Kirchenvertreter schreiben Protestbrief an von der Leyen

Berlin (epd). Über 200 Vertreter der evangelischen Kirche haben laut einem Bericht der "Berliner Zeitung" einen Brief an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geschrieben. Dieser enthalte die Bitte, die Bundeswehr nicht weiter aufzurüsten, berichtet die Zeitung. Viele Unterzeichner kämen aus Ostdeutschland.

Hilfswerk fordert Stopp von Waffenexporten

Osnabrück (epd). Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat zum Weltkindertag an diesem Mittwoch erneut einen Exportstopp deutscher Waffen in Krisengebiete gefordert. Rund 30 Millionen Kinder und Jugendliche seien weltweit auf der Flucht, sagte Vorstandssprecher Jörg Angerstein am Dienstag in Osnabrück.

„Seine kritische Stimme ist unverzichtbar“

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) gratuliert dem Publizisten, Pädagogen und Friedensaktivisten Jürgen Grässlin zu seinem 60. Geburtstag. „Jürgen Grässlin gehört zu Recht zu den profiliertesten Rüstungskritikern in Deutschland. Seine kritische Stimme und seine Arbeit für den Frieden sind wichtig und unverzichtbar.

"Ohne Rüstung Leben" feiert 40-jähriges Bestehen

Mutlangen/Stuttgart (epd). Die bundesweite ökumenische Aktion für Frieden und Gerechtigkeit "Ohne Rüstung Leben" startet mit einem Friedensweg in Mutlangen (Ostalbkreis) die Veranstaltungen zu ihrem 40-jährigen Bestehen. Unter dem Motto "Erinnern - Bewusst werden - Mut machen - Politisch handeln" gehen die Teilnehmer am 23.

Experten: Deutschland am transparentesten bei Export von Kleinwaffen

Genf (epd). Deutschland ist laut einer Studie der transparenteste Exporteur von Kleinwaffen. Die Bundesrepublik belege auf dem sogenannten "Transparenzbarometer" über die Offenheit von 49 Ausfuhrländern den ersten Platz, teilte das Genfer Forschungsinstitut "Small Arms Survey" am Mittwoch mit. 

Brahms: EU-Instrumente der Konfliktprävention und Entwicklungshilfe nicht militärisch nutzen

Die Pläne der Europäischen Union, Gelder aus dem Instrument für Stabilität und Frieden, mit dem Maßnahmen der zivilen Konfliktprävention finanziert werden, künftig auch für die Unterstützung von Streitkräften in Drittstaaten zu verwenden, hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, scharf kritisiert.

Menschenrechtler prangern Waffenexporte an Kriegsparteien an

Genf (epd). Zum Auftakt einer Abrüstungskonferenz in Genf haben Menschenrechtler die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland beschuldigt, mit Waffenexporten Konflikte anzuheizen. Viele Staaten lieferten Rüstungsgüter mit der Gefahr, dass mit ihnen Kriegsverbrechen verübt würden, kritisierten Amnesty International und weitere Organisationen.

"Spiegel": Genehmigungen für Kleinwaffenexporte fast verdreifacht

Hamburg (epd). Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die Bundesregierung offenbar fast dreimal so viele Ausfuhren von Kleinwaffen genehmigt wie im Vergleichzeitraum 2016. Insgesamt seien Waffen im Wert von 32 Millionen Euro verkauft worden, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung an den Bundestagsabgeordneten Jan van Aken (Linke).