Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Bundesregierung sieht US-Marinemission an Straße von Hormus kritisch

Berlin (epd). Die Bundesregierung lehnt die Teilnahme deutscher Soldaten an einem US-geführten Einsatz im Persischen Golf ab, hält eine europäische Mission aber für denkbar. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Mittwoch in Berlin, dass die deutsche Priorität auf diplomatischen Bemühungen und Deeskalation liege.

Auch 2020 wieder kirchlicher Aktionstag in Büchel

Auch im kommenden Jahr soll es wieder einen kirchlichen Aktionstag am Fliegerhorst Büchel in der Eifel geben. Dafür sprach sich die Projektgruppe „Kirche gegen Atomwaffen“ bei ihrem Treffen in Frankfurt/Main aus. Mit den Planungen dafür werde jetzt begonnen, kündigte die Gruppe an.

EKD-Militärbischof Rink fordert Dienstpflicht

Frankfurt a.M. (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat sich für eine Dienstpflicht zur stärkeren Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft ausgesprochen.

Forderung nach öffentlichem Gelöbnis stößt auf geteiltes Echo

Berlin (epd). Die Forderung der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nach mehr öffentlichen Gelöbnissen von Bundeswehrsoldaten stößt auf ein geteiltes Echo. Mehr öffentliche Gelöbnisse seien durchaus geeignet, die Verantwortung der Gesellschaft für die Bundeswehr zu betonen, sagte Militärbischof Sigurd Rink dem Evangelischen Pressedienst (epd).

EKD-Militärbischof unterstützt Forderung nach öffentlichem Gelöbnis

Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink unterstützt die Forderung der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nach mehr öffentlichen Gelöbnissen von Bundeswehrsoldaten. Mehr öffentliche Gelöbnisse seien durchaus geeignet, die Verantwortung der Gesellschaft für die Bundeswehr zu betonen, sagte Rink auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Bundeswehr weist 63 Bewerber nach Sicherheitsprüfung ab

Braunschweig/Berlin (epd). Die Bundeswehr hat einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen beiden Jahren 63 Bewerber wegen Sicherheitsbedenken abgewiesen. Dazu zählen 21 Rechtsextremisten und zwölf Islamisten, wie aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, über die die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) berichteten.

Kräftiger Anstieg bei Rüstungsexporten im ersten Halbjahr

Berlin (epd). Der Wert von erteilten Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter aus Deutschland ist im ersten Halbjahr stark gestiegen. Von Januar bis Ende Juni wurden Ausfuhrgenehmigungen im Wert von gut 5,3 Milliarden Euro erteilt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Damit hat der Wert im ersten Halbjahr bereits das Niveau des Vorjahres überschritten.

Theologe: Ächtung von Atomwaffen ins Grundgesetz

Karlsruhe (epd). Der badische Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht hat erneut die Ächtung von Atomwaffen gefordert. Weil sie die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdeten, müsse ihre Ächtung ins Grundgesetz geschrieben werden, sagte der Bildungsreferent der badischen evangelischen Landeskirche im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).