Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

EU-Kommission für Unterstützung von Militär in Entwicklungsländern

Brüssel/Berlin (epd). Die EU-Kommission will künftig in Entwicklungsländern auch das Militär fördern können. "Nachhaltige Entwicklung und Ausrottung der Armut erfordern Frieden und Sicherheit", begründete Entwicklungskommissar Neven Mimica am Dienstag in Straßburg die Pläne seiner Behörde.

Kirchen kritisieren Waffenverkäufe als Gefährdung des globalen Friedens

Berlin (epd). Der Wert der deutschen Rüstungsexporte ist auch im ersten Halbjahr 2016 einem Zeitungsbericht zufolge wieder gestiegen. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, wurden Genehmigungen für Waffenexporte im Wert von rund vier Milliarden Euro erteilt.

Wirtschaftsminister Gabriel verteidigt Waffenexporte

Berlin (epd). Nach dem Anstieg der deutschen Rüstungsexporte auf den höchsten Stand seit vielen Jahren hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) dem Vorwurf widersprochen, er sei mit der von ihm angekündigten Politik gescheitert, die Waffenlieferungen zu reduzieren.

UN stärken Blauhelmtruppe in Mali

New York/Genf (epd). Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig das Mandat der Blauhelm-Truppe in dem Krisenland Mali um ein Jahr verlängert. Zudem soll die Mission Minusma mit deutscher Beteiligung personell aufgestockt und besser ausgerüstet werden, wie die französische Botschaft bei den Vereinten Nationen in New York am Mittwoch mitteilte.

"Waffen werden wie Erdnüsse verkauft"

Gao (epd). Wenigstens die Schafe haben ihn nicht enttäuscht. Sie haben Amadou Cissé zwei Junge geboren, jetzt hat er vier Tiere. Der 37-Jährige wohnt in der Ortschaft Bara, etwa 60 Kilometer von Gao entfernt, einer von drei Städten im Norden Malis. Cissé hofft, bald wieder eine Schafherde zu haben - wie früher. "Ich bin dankbar dafür", sagt er. "Es ist ein Neuanfang."

UN beklagen Milliarden-Lücke bei humanitärer Hilfe

Genf (epd). Die Vereinten Nationen beklagen einen Milliarden-Fehlbetrag bei der Finanzierung der humanitären Hilfe in diesem Jahr. Bislang sei nur gut ein Viertel der benötigten Gelder für die Unterstützung von Millionen bedürftiger Menschen eingegangen, teilte ein UN-Sprecher am Dienstag in Genf mit.