Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Debatte über Wiederaufnahme von EU-Mission "Sophia"

Brüssel (epd). Nach der Berliner Libyen-Konferenz ist eine Wiederaufnahme der EU-Marinemission "Sophia" im Gespräch, die Zehntausende Menschen aus dem Mittelmeer geborgen und nach Europa gebracht hat. Dabei solle die Mission einen neuen Fokus erhalten, erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Montag in Brüssel. "Sophia" ist derzeit faktisch weitgehend eingestellt. 

Libyen-Konferenz: Akteure wollen Waffenembargo respektieren

Berlin (epd). Nach einer monatelangen Eskalation in Libyen gibt es Hoffnung auf eine Beruhigung des Konflikts. Die Akteure einigten sich am Sonntag bei einem hochrangig besetzten Gipfel in Berlin darauf, das geltende Waffenembargo künftig zu respektieren und keine weiteren Rüstungsgüter in das nordafrikanische Land zu liefern.

Staatsanwaltschaft: Aufruf zum Whistleblowing keine Straftat

Bonn/Zweibrücken (epd). Der Aufruf an Soldaten, die Öffentlichkeit über eine Beteiligung der deutschen Luftwaffe an völkerrechtswidrigen amerikanischen Drohneneinsätzen zu informieren, ist nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Bonn nicht strafbar.

UN-Ermittler: Syriens Kinder erleiden grausame Gewalt

Genf (epd). Kinder in Syrien erleiden laut den Vereinten Nationen unvorstellbare Gewalt. Seit Beginn des Krieges seien Mädchen und Jungen in großer Zahl verletzt und getötet worden, hieß es in einer UN-Untersuchung, die am Donnerstag in Genf vorgestellt wurde.

Friedensinstituts-Direktorin kritisiert Tötung von iranischem General

Freiburg (epd). Die geschäftsführende Direktorin des Friedensinstituts Freiburg, Karen Hinrichs, hat die gezielte Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA kritisiert. Das Vorgehen der USA sei eine "eklatante Verletzung völkerrechtlicher Minimalstandards", sagte Hinrichs am Montag in Freiburg. Damit rücke sich Amerika weiter weltpolitisch ins Abseits.

Erzbischof Schick kritisiert gezielte Tötung von iranischem General

Bamberg/München (epd). Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die gezielte Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA kritisiert. Die katholische Kirche könne es "natürlich nicht akzeptabel finden, was zur Zeit von dem Iran und auch von den USA im Irak und in anderen Ländern geschieht", sagte Schick dem Bayerischen Rundfunk (BR) am Samstag.