Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Käßmann: Kontakte zu Russland intensivieren

Düsseldorf, Hannover (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat „massive Friedensinitiativen“ für das Jahr 2023 im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine gefordert. Die absolute Zerstörung, die Putin in der Ukraine betreibe, müsse beendet werden, sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag).

Präsidentin des Strahlenschutzamts: Auf nukleare Notfälle vorbereiten

Berlin (epd). Die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz, Inge Paulini, hat zur Vorbereitung auf nukleare Notfälle aufgerufen. „Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt, dass wir auf ganz verschiedene nukleare Notfälle vorbereitet sein und bleiben müssen“, sagte Paulini den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

UN-Hochkommissar fordert Bestrafung der Kriegsverbrecher in Ukraine

Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat eine Strafverfolgung der Verbrechen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gefordert. „Die Täter müssen wissen, dass sie nicht straffrei davonkommen werden“, sagte der 57-Jährige dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Genf.

Rüstungsexporte im Wert von 2,2 Milliarden Euro an Ukraine genehmigt

Berlin (epd). Die Bundesregierung hat in diesem Jahr Rüstungsexporte im Wert von gut 2,2 Milliarden Euro an die Ukraine genehmigt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium in einer am Dienstag bekanntgewordenen Antwort auf eine schriftliche Frage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen mit.

Kirchenpräsident Liebig: Gespräche mit Russland unterbrochen

Dessau-Roßlau (epd). Der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig, bedauert den Abbruch von Gesprächskanälen nach Russland. Sowohl der zentrale Kontakt des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit Russland als auch der Petersburger Dialog lägen derzeit brach, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Dessau-Roßlau.

Mützenich: "Nicht damit abfinden, mit Russland im Krieg zu leben"

Berlin (epd). Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hat die Hoffnung auf lokale Waffenruhen in der Ukraine als vorbereitenden Schritt für einen landesweiten Waffenstillstand geäußert. „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, für immer mit Russland im Krieg zu leben“, sagte er der in Berlin erscheinenden „taz“ (Samstag).

CDU-Politikerin Süssmuth fordert größere Anstrengungen für Kriegsende

Osnabrück (epd). Die einstige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) fordert größere Anstrengungen Deutschlands, den Krieg in der Ukraine zu beenden. „Wir haben noch nicht die richtige Balance gefunden. Wir sprechen überwiegend über Waffen und Kriegsmittel“, sagte Süssmuth der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

"Wir müssen uns dem Leid der Menschen in der Ukraine stellen"

Düsseldorf (epd). Nach einem Ende des Ukraine-Krieges muss nach Ansicht des rheinischen Präses Thorsten Latzel angesichts der massiven Menschenrechtsverletzungen ein Versöhnungsprozess eingeleitet werden. Daher sollte bereits jetzt der Dialog gestärkt werden mit Menschen, die sich für Verständigung einsetzen wollen, sagt der leitende Theologe der Evangelischen Kirche im Rheinland.