Berlin (epd). Die Bundesregierung plant eine Neuausrichtung bei den Rüstungsexportregeln. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte am Mittwoch bei der Vorstellung der nationalen Sicherheitsstrategie in Berlin, auf manche Dinge gebe es keine einfachen Antworten, und „in dieser Welt nach der Zeitenwende“ sei einiges anders.
Frankfurt a.M. (epd). Russische Männer, die nicht im Ukraine-Krieg kämpfen wollen, haben unverändert kaum Möglichkeiten, sich nach Westeuropa abzusetzen. Die russische „Bewegung der Kriegsdienstverweigerer“ hat an die EU-Staaten appelliert, Wege zur legalen Einreise zu schaffen.
Nairobi/Dschibuti (epd). Ostafrikanische Staaten haben direkte Verhandlungen mit den Konfliktparteien im Sudan angekündigt. Kenias Präsident William Ruto soll demnach innerhalb von zehn Tagen mit dem sudanesischen Armeechef Abdel Fattah al-Burhan und dem Befehlshaber der paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF), Mohamed Hamdan Dagalo, Gespräche führen.
Die deutschen Friedensinstitute sehen im Krieg gegen die Ukraine gegenwärtig keinen anderen Ausweg, als das überfallene Land militärisch zu unterstützen. Verhandlungen könnten nur international und mit Sicherheitszusagen geplant werden.
Die neun Atomwaffenmächte rüsten laut Experten weiter auf. Zum dritten Mal in Folge steigerten die Staaten ihre Ausgaben für die Massenvernichtungswaffen.
Nürnberg (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, hat sich für einen Waffenstillstand und Verhandlungen im Ukraine-Krieg ausgesprochen.
Nürnberg/Hamburg (epd). Der mennonitische Theologe Fernando Enns von der Universität Hamburg hat die „starken nationalistischen Tendenzen“ in der Ukraine und in Russland beklagt. „Die Wahrheit wird bereits vor jedem Krieg getötet. Sonst kriegt man die Menschen einfach nicht dazu, sich gegenseitig umzubringen“, sagte er am Sonnabend beim evangelischen Kirchentag in Nürnberg.
Nürnberg (epd). Aus Sicht des Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, greift es oft zu kurz, wenn Waffenlieferungen an die Ukraine mit Verweis auf das Leid der Angegriffenen begründet werden.
Nürnberg (epd). Vertreter von Bundeswehr, Bundesregierung und Kirche haben am Freitag beim Kirchentag in Nürnberg kontrovers über die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine debattiert. Dabei sagte Sven Giegold, der für Rüstungsexporte zuständige Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, dass Christen verpflichtet seien, auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit hinzuwirken.
Wie ist Frieden in der Ukraine zu erreichen? Wie die Klimakatastrophe noch abzuwenden? Der evangelische Kirchentag hat am Freitag über die drängenden Krisen der Zeit debattiert.