Gewerkschafter gründen Friedensinitiative und rufen zu Protest auf
Unterlüß (epd). Vertreter der Gewerkschaften DGB und ver.di haben mit Blick auf den Antikriegstag am 21. September die "Gewerkschaftliche Initiative für aktive Friedenspolitik und Militär- und Rüstungskonversion in Niedersachsen" gegründet. "Zwischen Elbe und Weser befindet sich das größte militarisierte Gebiet mit Europas größtem Truppenübungsplatz, größtem Heeresstandort, Rheinmetall Rüstungsfabriken und vielen weiteren militärischen Einrichtungen", sagte der Vorsitzende des DGB im Heidekreis, Charly Braun, am Mittwoch.
Braun gehört gemeinsam mit dem Kreisverbandsvorsitzenden aus Nienburg, Werner Behrens, und dem Celler Kreisverbandsvorsitzenden Paul Stern zu den Gründungsmitgliedern. Die Initiative wendet sich gegen eine Erhöhung der Rüstungsausgaben und tritt für Abrüstung und Militärkonversion ein, wie er erläuterte. "Als Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen wollen wir nicht tatenlos zusehen, wenn die Bundesregierung der Nato-Vereinbarung folgt und die Rüstungsausgaben nahezu verdoppelt", heißt es in dem Gründungsaufruf. "Mehr Rüstung und Militär erhöht die Kriegsgefahr."
Die Initiative ruft gemeinsam mit Friedens- und Menschenrechtsgruppen zu einer Demonstration am Standort des Rüstungsproduzenten Rheinmetall in Unterlüß auf. Vom 29. August bis zum 4. September ist dort ein Friedenscamp geplant. Höhepunkt ist laut Braun eine Demonstration am 2. September.