UN erwarten keinen schnellen Durchbruch bei Syrien-Gesprächen
Genf (epd). Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura dämpft Hoffnungen auf Fortschritte bei den anstehenden Syrien-Gesprächen. Es werde keinen schnellen Durchbruch geben, sagte de Mistura am Mittwoch in Genf. "Wir haben keine übermäßigen Erwartungen."
Die geplanten Genfer Runden mit einer Delegation des Assad-Regimes und Oppositionellen, die am Donnerstag beginnen, solle sich um drei große Themen drehen: Die Bildung einer glaubwürdigen Regierung für das Bürgerkriegsland, die Ausarbeitung einer Verfassung und das Abhalten von freien und fairen Wahlen.
Der Syrien-Sondergesandte de Mistura will am Donnerstag zunächst mit den syrischen Konfliktparteien beraten und später die Vertreter der Internationalen Syrien-Unterstützergruppe hinzuziehen. In der Gruppe sind die fünf UN-Vetomächte, darunter die USA und Russland, sowie Deutschland und regionale Mächte wie die Türkei vertreten.
De Mistura gab weiter bekannt, dass Russland das Assad-Regime gebeten habe, während der Gespräche auf den Einsatz seiner Luftwaffe zu verzichten. Seit Ende 2016 gilt eine Waffenruhe in Syrien, sie ist aber brüchig.
Die UN haben mehrfach versucht, den 2011 begonnenen Konflikt in Syrien politisch zu lösen. Die letzte Serie von Syrien-Konferenzen unter de Misturas Leitung wurde im April 2016 erfolglos abgebrochen. In dem Bürgerkrieg kämpfen Machthaber Baschar al-Assad, unterstützt von Russland und Iran, sowie Rebellengruppen und Terrormilizen um die Macht. Mehrere Hunderttausend Menschen starben. Millionen Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht.