17.10.2015

EKD-Friedensbeauftragter: Friedensbildung an Schulen ist unverzichtbar

Dieter Junker
EKD

Foto: Burggraf

Die Bedeutung der Friedensbildung an den Schulen hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, nachdrücklich unterstrichen. „Es ist wichtig, dass die Schulen den jungen Menschen Wege aufzeigen, wie Konflikte gewaltfrei zu lösen sind und unsere Welt friedlicher und gerechter gestaltet werden kann“, so Renke Brahms anlässlich der Konferenz „Frieden lernen! Perspektiven einer Friedensbildung im 21. Jahrhundert“ an der Universität Koblenz-Landau in Koblenz.

Nach Ansicht des EKD-Friedensbeauftragten spielt die Friedensbildung immer noch eine eher untergeordnete Rolle an den Schulen, während gleichzeitig die Bundeswehr mit Jugendoffizieren in die Schule und die Ausbildung der Lehrkräfte strebt. Umso mehr Bedeutung gewinnt für ihn daher das 2011 gestartete und von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) getragene Projekt „Friedensbildung, Bundeswehr und Schule“, das Friedensbildung im Unterricht stärken und politische wie pädagogische Diskussionen fördern will.

Auch heute stünden nach wie vor junge Menschen vor der Entscheidung, ob sie einen freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr leisten möchten, oder aber einen zivilen Dienst übernehmen oder auf einen solchen Dienst generell verzichten. „All dies sind auch Gewissensentscheidungen, für die junge Menschen die Möglichkeit der Auseinandersetzung auch in der Schule brauchen. Dafür ist die Friedensbildung unverzichtbar“, unterstreicht Renke Brahms.

Der EKD-Friedensbeauftragte würde daher eine weitere Vernetzung der Akteure in der Friedensbildung nachdrücklich begrüßen. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Friedensbildung weiter zu stärken“, ist Renke Brahms überzeugt.