05.07.2021

Trier: Flagge zeigen gegen Atomwaffen

AG Frieden Trier
AGDF

Am Donnerstag 8. Juli 2021  um 11:00 Uhr wird die Stadt Trier vor dem Rathaus ein Zeichen für eine fried­liche Welt ohne Atomwaffen setzen.

Die AG Frieden  unterstützt zusammen mit Pax Christi und dem Antiatomnetz Trier den Flaggentag für eine atomwaff­enfreie Welt und betont wie wichtig dieses Zeichen gerade jetzt ist, da die Atomkriegsgefahr so hoch wie noch nie ist und trotz Atomwaffenverbot eine neue Aufrüstung geplant wird.

„Wir begrüßen, dass sich Oberbürgermeister Leibe als Mayor for Peace damit aktiv für eine atomwaffen­freie Welt einsetzt und fordern dass Deutschland dem Atomwaffen­verbots­vertrag beitritt. Auf dem Weg dorthin sollte Deutschland als Beobachter an der ersten Vertrags-staaten­konferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag Anfang 2022 teilnehmen.“


„Trier ist die größte Stadt in der Nähe des Atomwaffenstandorts Büchel und damit als potentielles Zielgebiet besonders gefährdet. Wir unterstützen die aktuellen Friedens-Aktionen in Büchel wie die Menschenkette am 5.9. Es muss aufhören, dass die Bundeswehr mit ihren Tornados auf Anweisung der USA Atomwaffen bereit hält und Abwürfe der Massenvernichtungs-waffen trainiert . Es ist äußerst riskant und gefährlich und inzwischen auch völkerrechtlich verboten mit atomaren Massen-vernichtungs­waffen zu drohen und damit zudem das Leben auf dem Planeten aufs Spiel zu setzen. Statt den Kauf neuer Kampfflugzeuge für neue Atomwaffen in Büchel, sind Entspannungs­politik und Abrüstung sowie Klimaschutz überlebens-wichtig.“ so die AGF, die eine neue Idee wie Trier einen Beitrag zur Entspannungs-politik leisten kann vorstellen wird.

Prof. Karl Hans Bläsius wird am 8.7. bei der Flaggenhissung für die AGF sprechen und die Atomkriegs­gefahr erläutern: “Fehler in Frühwarnsystemen, die der Vorhersage und Bewertung von möglichen Angriffen durch Atomraketen dienen, können zu einem Atomkrieg aus Versehen führen. In einem solchen Fall würden eher viele Atomwaffen zum Einsatz kommen, mit weltweit katastrophalen Folgen. Neue technische Entwicklungen (z.B. Cyberkriegskapazitäten, Automatisierung von Erkennungsprozessen) und eine zunehmende Gefahr internationaler Krisen in Folge des Klimawandels werden das Risiko eines Atomkriegs weiter erhöhen.“