05.11.2021

EKHN wirbt mit Brief, App und "Alexa" für ein faires Streiten

epd

Darmstadt (epd). Mit der Aktion „fairständigen“ rückt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ab dem 6. November das Thema Frieden in den Mittelpunkt. Mehr als 900.000 Briefe an alle evangelischen Haushalte im Kirchengebiet zwischen Biedenkopf und Neckarsteinach werben für ein faires Streiten, wie die EKHN am Freitag in Darmstadt mitteilte. Im Hintergrund stehe auch die Ökumenische Friedensdekade vom 7. bis 17. November.

Nach Ansicht von Kirchenpräsident Volker Jung ist eine „gute Streitkultur nötig und möglich“. Er schreibt dazu in dem Brief an die Mitglieder: „Mehr als sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde. Sie sind nicht eins. Es gibt verschiedene Standpunkte und Interessen. Und deshalb auch Streit. Das ist völlig normal. Frieden muss stets neu gewollt werden. Dazu braucht es Mittel und Wege, Streit friedlich und gewaltfrei auszutragen.“

Das in den Farben gelb und lila gestaltete Schreiben trägt die Aufschrift „Wir wollen nicht miteinander streiten - wir müssen uns aber fairständigen“. Es enthält zehn praktische Tipps und Anregungen für einen guten Umgang miteinander. Zugleich macht es Mut, klare Kante gegen Gewalt und Rassismus zu zeigen.

Ergänzt wird der Brief durch die Internetseite www.fairständigen.de und Hinweise in den sozialen Medien unter dem Hashtag #fairständigen. Darüber hinaus können sich Interessierte mit der kostenlosen App „Evermore - heilige Momente“ täglich daran erinnern lassen, sich miteinander zu „fairständigen“.

Und auch die Online-Sprachassistentin „Alexa“ kommt zum Einsatz. Ihr wurden eigens für die Aktion spezielle Friedensgebete beigebracht. Schließlich unterstützen über 400 Kirchengemeinden die Initiative, die Teil der „Impulspost“-Aktionen der Landeskirche ist.

Seit 2012 versendet die EKHN Briefe an alle Mitglieder mit einem Glaubens-Anstoß. Sie will mit der „Impulspost“ aktuelle Themen mit einer besonderen evangelischen Perspektive zu ihren Mitgliedern bringen. Die professionelle Umsetzung übernehmen die Agentur „gobasil“ (Hamburg/Hannover) und das Evangelische Medienhaus in Frankfurt.