14.12.2020

Evangelische Friedensarbeit würdigt Arbeit von Wolfgang Buff

Dieter Junker
Evangelische Friedensarbeit
Wolfgang Buff

Dagmar Brunk

Wolfgang Buff

14.12.2020
Evangelische Friedensarbeit

Die evangelische Friedensarbeit und das Zentrum Oekumene haben die langjährige Arbeit von Wolfgang Buff gewürdigt und ihm für sein friedenspolitisches Engagement über viele Jahre hinweg gedankt. Der 65-jährige Referent für Friedensbildung im Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck geht in diesen Tagen in den Ruhestand.

„Wolfgang Buff hat in vielfältiger Weise friedensethische und friedenspolitische Akzente gesetzt und sich über Jahre hinweg für Gewaltfreiheit, Versöhnung und eine friedliche Welt engagiert“, betont Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Buff vertrat die hessen-nassauische Kirche in der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD und gehörte seit 2014 deren Arbeitsausschuss an. „Hier half er unermüdlich mit, der Friedensarbeit in der evangelischen Kirche Profil und Beachtung zu verschaffen“, so Renke Brahms.

„Friedensbildung war Wolfgang Buff immer ein Herzensanliegen“, hebt Detlev Knoche, der Leiter des Zentrums Oekumene, hervor. „Mit ,Frieden geht anders!´ hat Wolfgang Buff eine Ausstellung auf den Weg gebracht, die bundesweit eine hohe Anerkennung und mittlerweile viele tausend Besucherinnen und Besucher erreicht hat“, so Knoche.

Ein besonderes Augenmerk legte Wolfgang Buff aber auf die Beratung und Begleitung von Soldatinnen und Soldaten wie auch Kriegsdienstverweigerern. „Gerade auch nach Aussetzung der Wehrpflicht war es Wolfgang Buff wichtig, dass auch weiterhin Beratungsangebote für Menschen, die aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe verweigern, bestehen bleiben“, so seine Kollegin Sabine Müller-Langsdorf, Friedensbeauftragte im Zentrum Oekumene der beiden Landeskirchen. Buff gehörte bis zu seinem Ruhestand dem Vorstand der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) an, zuletzt als stellvertretender Bundesvorsitzender und Sprecher des evangelischen Friedensverbandes.

„Wichtig war ihm aber auch sein Engagement in der Kampagne ,Unter 18 nie!´, wo er sich dafür einsetzte, dass die Bundeswehr nicht mehr Minderjährige für den Dienst in der Truppe rekrutiere“, betont auch Detlev Besier, der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz und Vorstandsmitglied der EAK. Ebenso habe Buff als Vorstandsmitglied in der Stiftung Friedensbildung „Peace Please“ mitgewirkt. „Wolfgang Buff war in vielen Gremien und Vereinen tätig und wurde für sein unermüdliches Engagement geschätzt“, so Besier.

„Ob bei den Kirchentagen, auf Synoden der EKD oder auch während des Reformationsjubiläums und bei der Weltausstellung Reformation in Wittenberg, überall setzte Wolfgang Buff mit seinem Engagement und seinen Beiträgen Akzente. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet“, macht der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms deutlich.

Aufgrund der Corona-Pandemie wird es am 15. Dezember nur eine Verabschiedung im kleinen Rahmen für Wolfgang Buff geben.