26.11.2020

EAK dankt Friedhelm Schneider für seine Arbeit für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Dieter Junker
EAK

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hat Pfarrer Friedhelm Schneider für seine langjährige Tätigkeit als Präsident des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) gedankt und seinen langjährigen Einsatz für das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in Europa gewürdigt. „Mit Friedhelm Schneider hatten die Menschen, die aus Gewissensgründen den Einsatz mit der Waffe verweigerten und in vielen europäischen Ländern dadurch nach wie vor große Nachteile hatte und sogar Gefängnisstrafen absitzen mussten, einen Fürsprecher, der sich für ihr Menschenrecht stark machte“, so Wolfgang Buff, einer der Sprecher der EAK.

Friedhelm Schneider war seit 2011 Präsident dieser europäischen Nichtregierungsorganisation mit Mitgliedsverbänden aus 20 europäischen Ländern. Der Theologe, der lange Jahre auch Leiter der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz war, gehörte für die EAK dem Europäischen Büro für Kriegsdienstverweigerung an. Bei der Mitgliederversammlung, die aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr online durchgeführt wurde, wurde Friedhelm Schneider verabschiedet, seine Nachfolgerin ist Alexia Tsouni vom Verein der griechischen KDV´ler. Der scheidende Präsident bleibt persönliches EBCO-Mitglied.

„Friedhelm Schneider hat immer wieder auf die schwierige Situation von Kriegsdienstverweigerern in vielen europäischen Ländern und darauf auch in Gesprächen mit Politikern und Parlamenten hingewiesen“, macht Wolfgang Buff deutlich. Die jährlichen EBCO-Jahresberichte seien hier eine wichtige Grundlage für die Menschenrechtsarbeit in Europa gewesen. „Und Friedhelm Schneider hat durch seine Arbeit dazu beigetragen, dass EBCO ein beachtetes Netzwerk wurde und auch bei vielen Institutionen Gehör fand“, so der EAK-Sprecher.

EBCO wurde 1979 in Brüssel als Dachverband für nationale Verbände von Kriegsdienstverweigerern in Europa gegründet, um das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen gegen die Vorbereitung und Teilnahme an Kriegen und militärischen Aktivitäten als Menschenrecht zu fördern. EBCO hat seit 1998 einen Beteiligungsstatus beim Europarat und ist seit 2005 Mitglied der Konferenz der internationalen Nichtregierungsorganisationen. Jährlich veröffentlicht EBCO einen Jahresbericht zur Situation der Kriegsdienstverweigerung in Europa. Es ist die umfassendste Veröffentlichung zu diesem Thema.