27.03.2020

Corona-Virus: Kirchlicher Aktionstag in Büchel wird verschoben

Dieter Junker
EAK

Angesichts der Corona-Pandemie, deren Ende noch nicht absehbar ist, hat sich die Projektgruppe „Kirchen gegen Atomwaffen“ dafür entschieden, den für den 6. Juni geplanten Kirchlichen Aktionstag am Fliegerhorst Büchel abzusagen und auf einen noch nicht festgelegten späteren Zeitpunkt zu verschieben. 

Die Projektgruppe, der Christinnen und Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen sowie der katholischen Friedensbewegung Pax Christi angehören, folgt damit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, um der vorrangigen Gesundheitssicherheit der Bevölkerung Rechnung zu tragen, da Massenveranstaltungen dazu beitragen könnten, das Virus schneller zu verbreiten. 

Für den 6. Juni war bereits der dritte kirchliche Aktionstag am Fliegerhorst in Büchel geplant. 2018, am ersten kirchlichen Aktionstag, hatten rund 500 Christinnen und Christen teilgenommen. Im Gottesdienst hatte damals der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms gepredigt. Ein Jahr später kamen zum zweiten kirchlichen Aktionstag gut 1100 Menschen in die Eifel. Die Predigt hielt an diesem Tag die frühere EKD-Ratsvorsitzende und ehemalige hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann. Beim diesjährigen kirchlichen Aktionstag sollte die stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende und Präses der Evangelischen Kirche in Westfalen, Annette Kurschus, in Büchel am Haupttor des Fliegerhorstes predigen.

Die Projektgruppe „Kirchen gegen Atomwaffen“ hatte sich im Dezember 2017 auf Initiative des badischen Forums Friedensethik gebildet. Ihr gehören derzeit Christinnen und Christen aus den Evangelischen Landeskirchen in Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck, der Pfalz, dem Rheinland und Württemberg an, ebenso nehmen Mitglieder der katholischen Friedensbewegung Pax Christi an den Treffen teil.