29.06.2019

Kirchlicher Aktionstag gegen Atomwaffen in Büchel

epd

Büchel/Bonn (epd). Mit einem Aktionstag am Fliegerhorst Büchel in der Eifel wollen Christen aus evangelischen Landeskirchen und der katholischen Friedensorganisation Pax Christi am 7. Juli ein Zeichen gegen Atomwaffen setzen. Ein Gottesdienst mit der evangelischen Theologin Margot Käßmann sowie Konzerte, Redebeiträge und eine Performance sollten ein Signal für Frieden und nukleare Abrüstung an Politik, Kirche und Gesellschaft aussenden, teilte der Verein für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Samstag in Bonn mit. Im vergangenen Jahr haben den Angaben zufolge am ersten kirchlichen Aktionstag in Büchel, wo die letzten Atomwaffen in Deutschland lagern sollen, mehr als 500 Christinnen und Christen teilgenommen. 

Auf dem Programm des Aktionstags stehen neben Konzerten auch Redebeiträge unter anderem von Roland Blach, Koordinator der bundesweiten Kampagne "Atomwaffenfrei.jetzt - Büchel ist überall", und Mitgliedern einer US-Friedensdelegation. In einem ökumenischen Gottesdienst predigt die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann. Mitgestaltet wird der Gottesdienst von der rheinischen Kirchenrätin Anja Vollendorf, dem geistlichen Beirat von Pax Christi, Horst Peter Rauguth, sowie dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Südwest, Pastor Jochen Wagner. Den Abschluss des Aktionstags bildet eine Performance "Bombengeheimnis lüften. Keine neuen Atomwaffen in Deutschland!" von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN. Dabei sollten 20 aufblasbare "Atombomben" über den Köpfen der Menschen die im Fliegerhorst gelagerten Atomwaffen sichtbar machen, hieß es. 

Die Projektgruppe "Kirchen gegen Atomwaffen" hat sich den Angaben zufolge im Dezember 2017 auf Initiative des badischen Forums Friedensethik gebildet. Ihr gehören Christinnen und Christen aus den evangelischen Landeskirchen in Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck, der Pfalz, dem Rheinland und Württemberg an. Zudem nehmen Mitglieder der katholischen Friedensbewegung Pax Christi an den Treffen teil.