11.01.2019

Evangelische Friedensarbeit dankt Eva Hadem für langjährige Mitarbeit

Dieter Junker
Evangelische Friedensarbeit

Die evangelische Friedensarbeit hat die langjährige Arbeit der Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und Leiterin des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums in Magdeburg, Eva Hadem, gewürdigt und ihr für ihr Friedens-Engagement gedankt. Pfarrerin Eva Hadem wird im Februar neue Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Harlingerland in Ostfriesland und damit ihre Tätigkeit in Magdeburg beenden. 

„In ihrer Zeit in Magdeburg hat Eva Hadem vielfältige Akzente in der Friedensarbeit gesetzt, die auch über die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hinaus Beachtung fanden“, so Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als Vertreterin ihrer Landeskirche wirkte Eva Hadem auch in den Gremien der evangelischen Friedensarbeit mit, sie gehörte der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD an und war bis zuletzt auch Mitglied des Arbeitsausschusses der Konferenz für Friedensarbeit. „Ihre Mitarbeit und ihre Anregungen und Initiativen waren geschätzt und wichtig“, betonte der EKD-Friedensbeauftragte.

Die Mitwirkung von Eva Hadem beim Magdeburger „Kirchentag auf dem Weg“ im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 hob Christof Starke vom Friedenskreis Halle hervor. „Gerade das Magdeburger Friedensmanifest mit seinem Aufruf zur aktiven Gewaltlosigkeit und seinem radikalen wie konsequenten Aufruf für den Frieden trägt die Handschrift von Eva Hadem“, unterstrich der stellvertretende Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Er nimmt am Montag (14. Januar) für die AGDF an der Verabschiedung der Friedensbeauftragten der EKM in Magdeburg teil. „Für Eva Hadem waren eine deutliche Stärkung von zivilen und gewaltfreien Mitteln der Konfliktbearbeitung, die Friedensbildung und die Friedensarbeit in den Gemeinden wichtige Anliegen, die ihr am Herzen lagen“, machte Starke deutlich. 

„Eva Hadem hat mitgeholfen, dass die Friedensethik und friedenstheologische Fragen in den Landeskirchen Beachtung fanden und in den Blick benommen wurden“, betonte auch der Friedensbeauftragte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens, Michael Zimmermann, der für die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) an der Verabschiedung in Magdeburg teilnehmen wird. Er wies darauf hin, dass auch die Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern zum Arbeitsfeld von Eva Hadem gehörte. 

EKD-Friedensbeauftragter Renke Brahms wie auch Christof Starke von der AGDF und Michael Zimmermann von der EAK unterstrichen: „Die Ideen und Anregungen von Eva Hadem werden in der evangelischen Friedensarbeit fehlen.“ Sie wünschten der zukünftigen Superintendentin im Harlingerland alles Gute und Gottes Segen für das neue Arbeitsfeld. 

Die 1972 in Verden/Aller geborene Eva Hadem war seit 2014 als Friedensbeauftragte der EKM und Leiterin des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums in Magdeburg tätig. Vorher war sie Pastorin in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, unter anderem in Freiburg/Elbe und Ledeburg-Stöcken/Hannover, sowie als Studieninspektorin des Predigerseminars in Loccum. Im September 2018 wurde sie vom Kirchenkreistag des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland zur Superintendentin gewählt.